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Kommentar:
Barak will Teile Jerusalems aufgeben
Der israelische Vizepremier und Verteidigungsminister Ehud Barak
hat in einem Zeitungsinterview seine Vision einer
Zweistaatenlösung und einer teilweisen Aufgabe Jerusalems
dargestellt. Schon werden diese Äußerungen als Schritt in
Richtung Palästinenser dargestellt. Doch der Innenpolitiker
Barak redet lediglich von der Chance, seinen Premierminister
Benjamin Netanjahu von einem “Schamir in einen Begin” zu
verwandeln, von einem Verweigerer jeglicher Abkommen in jenen
Friedenspolitiker, der Sinai geräumt und mit Ägypten Frieden
geschlossen hat…
Videoblog - zwischen Mittelmeer und Jordan:
Jerusalem - "Stadt der Völker"
Israelis und Palästinenser treffen diese Woche erstmals wieder
zu Friedensgesprächen aufeinander. Einer der Streitpunkte ist
der Status Jerusalems - für alle Beteiligten ein sehr
emotionales Thema. Die Organisation "Ir
Amim" will mit Vorurteilen aufräumen...

Kurz berichtet: Im Interview mit haArez signalisiert Ehud Barak
Israels Bereitschaft auf die arabischen Stadtviertel
Ost-Jerusalems zu Gunsten eines Staates Palästina zu verzichten.
Dies käme früheren Vorschlägen nahe, wie z.B. der
Genfer Initiative.
West-Jerusalem und zwölf jüdische Viertel in Ost-Jerusalem, mit
200.000 Bewohnern, werden zu Israel gehören; die arabischen
Gegenden, in denen fast 250.000 Palästinenser leben, werden zu
Palästina gehören, so Barak.
Die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem mit der Altstadt und den
zahlreichen für Muslime, Juden und Christen heiligen Stätten zur
Hauptstadt eines eigenen Staates machen. Israels Anspruch auf
das 1967 eroberte und später annektierte Ost-Jerusalem wird
international nicht anerkannt, weshalb sich auch keine
Botschaften in Jerusalem, der Hauptstadt Israels, sondern in
Tel-Aviv, der zweitgrößten Stadt, befinden.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat Jerusalem stets
als die "niemals teilbare, ewige Hauptstadt des Staates Israel"
bezeichnet.
Am 01.September 2010 beginnen die ersten direkten
Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern
seit zwei Jahren. Bei einem Abendessen im Weißen Haus kommen
zunächst Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, Ägyptens
Präsident Hosni Mubarak und Jordaniens König Abdullah II. mit
US-Präsident Barack Obama zusammen. Am Donnerstag treffen sich
auf Einladung Obamas dann Netanyahu und Abbas.
Wohl um die Verhandlungen schon im Auftakt zu stören,
verübten Terroristen der Hamas einen Anschlag im
West-Jordanland und ermordeten vier Siedler.
Zwischen Israel und den Siedlungen gibt es eine klare Linie:
Rot und Grün
Kanal 10, einer von Israels drei Fernsehkanälen, strahlte in
dieser Woche einen Bericht aus, der sicherlich viele Leute in
Schrecken versetzte. Sein Titel war “Wer organisiert den
weltweiten Hass gegen die Israel-Bewegung?” und sein Inhalt war:
Dutzende von Gruppen verschiedener Länder, die eine rigorose
Propagandakampagne für die Palästinenser und gegen Israel
ausführen…
Maraghy:
Hungerstreik vor der israelischen Botschaft
Nach einer Mitteilung von Martin Forberg, Vorstandsmitglied
der Internationalen Liga für Menschenrechte, zeigte sich in den
letzten Wochen zunehmende Sympathie für den vor der Botschaft
Israels in Berlin hungerstreikenden Firas Maraghy. Der
39-Jährige palästinensische Jerusalemer möchte seiner in
Deutschland geborenen Tochter ein Wohnrecht in seiner
Heimatstadt sichern…
Netanyahu:
Grundprinzipien eines Friedensabkommens
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Sonntag
in der wöchentlichen Kabinettssitzung zu den bevorstehenden
direkten Gesprächen mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas in
Washington geäußert und dabei noch einmal die Grundprinzipien
eines zukünftigen Friedensabkommens formuliert…
Nahost-Gipfel:
Hoffnung, aber geringe Erwartungen
Am Mittwoch wird US-Präsident Barack Obama separate Gespräche
mit Gästen aus dem Nahen Osten führen. "Es bahnt sich an, dass
Obama danach die Gäste zu einem gemeinsamen Abendessen einlädt",
schreibt eine israelische Zeitung zu dem bevorstehenden
Nahost-Gipfel in Washington…
Verhandlungen:
Zeit, den Teppich zu lüften
Zufall oder kein Zufall – auch der Camp-David-Gipfel, der das
Friedensabkommen zwischen uns und Ägypten hervorbrachte, fand in
einem September statt (1978). Ziel war damals, über den Kern des
Konflikts zwischen uns und Ägypten zu beraten…
Die Entstehung des Antisemitismus in der Antike:
Judenhaß und Judenfurcht
Antisemitismus in seinem breiten Spektrum von
diskreditierenden Unterstellungen bis hin zu dem Willen, die
Juden physisch zu vernichten, ist bereits ein Phänomen der
griechisch-römischen Antike. Im Jahr 38 n. Chr. wurde im
ägyptischen Alexandria das älteste jüdische Getto errichtet; in
einem Gewaltexzess wurden zahllose Juden von ihren eigenen
Mitbürgern niedergemetzelt. Gibt es eine Erklärung für ein
solches Geschehen?...
In 100 Städten der Welt:
Protest gegen Steinigungen im Iran
Seit der Islamischen Revolution vor 31 Jahren wurden
Zehntausende Menschen im Iran hingerichtet, gesteinigt,
diskriminiert, inhaftiert, gefoltert…
Vollpension in Israel:
Der
Sommer ist endgültig vorbei
Pünktlich wie eine Schweizer Uhr
passierten 20.000 Störche die Jordanebene und das Tote Meer auf
dem Weg aus Osteuropa zu ihren Winterquartieren in Südafrika…
Die Reinheit der Lehre:
Was meinst du mit Zionismus?
Vor dem Sieg des Feminismus gab es ein populäres israelisches
Lied, in dem der Junge das Mädchen fragt: “Was meinst du damit,
wenn du nein sagst?“ Diese Frage ist schon beantwortet worden.
Heute bin ich versucht, zu fragen: “Wenn du von Zionismus
redest, was meinst du damit?“ Das ist auch meine Antwort an
jene, die mich fragen, ob ich Zionist sei: “Wenn du Zionist
sagt, was meinst du damit?”…
Ramadan / Elul:
Die
Botschaft der Bulldozer
Einen Tag vor Beginn des Ramadan, des heiligen Monats der
Muslime, rückten die Bulldozer um halb Drei in der Frühe an. Die
Arbeiter sollten die
Grabsteine im letzten noch verbliebenen Teil des Mamilla-Friedhofs
zerstören…
Führungswechsel:
Israels künftiger Oberbefehlshaber
Generalmajor Joav Galant, 53, wird nächster Oberbefehlshaber der
israelischen Armee werden und Nachfolger von Generalleutnant
Gabi Aschkenasi...
Neue Hoffnung:
Lustlose direkte Gespräche
Anderthalb Jahre blockten die Palästinenser direkte Gespräche
mit Israel ab und stellten Bedingungen. Die israelische
Regierung unter Benjamin Netanjahu musste erst mal öffentlich
ihre Bereitschaft zur Zwei-Staatenlösung kundtun und akzeptierte
lustlos einen befristeten Baustopp in Siedlungen außerhalb
Jerusalems…
Schminke und Führungsqualitäten:
Teure Schönheit
Israels Ministerpräsident darf pro Jahr bis zu
20.000 Euro für seine Schönheit ausgeben, hat aber in diesem
Jahr bislang nur 5.000 Euro des vorgesehenen Budgets für
Maskenbildnerinnen ausgegeben…
Reaktionen auf den Raketenbeschuss;
Hamas - ein Agent des Iran
In Ägypten verurteilte man den Angriff, der aus der Gegend von
Taba gestartet worden war. In einem außergewöhnlichen Schritt
der ägyptischen Medien, vor allem der etablierten Medien, wurden
sowohl die Hamas als auch der Iran scharf und ausführlich
angegriffen…
Hamas verantwortlich:
Raketenterror gegen Akaba und Eilat
Vermutlich ist Hamas verantwortlich für die
beiden Raketenangriffe auf Eilat und Akaba. Ägyptischen Medien
griffen die Hamas und den Iran wegen des Raketenbeschusses
scharf an, indem sie die Hamas als einen „Agenten des Irans“
bezeichneten und ihre Bestrafung verlangten…
Nach Mörserbeschuss aus dem Gazastreifen:
Israelische Luftwaffe reagiert
Als Reaktion auf den Beschuss Israels
durch Mörser und die Verletzung von zwei israelischen Soldaten
in den vergangenen 24 Stunden beschoss die israelische Luftwaffe
Ziele im Gazastreifen. Dabei handelte es sich um eine
Waffenfabrik im südlichen Gazastreifen, zwei Tunnel zum
Schmuggeln von Waffen und einen Tunnel, der nach Israel führt
und für versuchte Entführungen gebraucht wird…
Weltsicherheitsrat:
Türkei übernimmt Vorsitz
Am 1. September 2010 übernimmt die Türkei den Vorsitz im
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Der Vorsitz im
Weltsicherheitsrat wechselt im Monatsturnus unter den
Mitgliedern und in alphabetischer Reihenfolge der englischen
Staatenbezeichnungen. Die Beziehungen zwischen der Türkei und
dem Iran haben sich in den vergangenen Monaten gefestigt. Die
britische Zeitung „Financial Times“ berichtete am 16. August
unter Berufung auf eine hochrangige Quelle im Weißen Haus,
US-Präsident Barack Obama habe den türkischen
Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einem Stopp von
Waffenlieferungen aus den USA an die Türkei gewarnt, für den
Fall, dass die Türkei ihren Kurs gegenüber dem Iran, Israel und
Armenien nicht ändern sollte…
Gilo:
In Jerusalem fällt die Mauer
Die „Mauer“ aus grauen Betonsegmenten verschandelt seit Ende
2000 die Landschaft in Jerusalem und anderswo entlang der Grenze
zwischen Israel und den besetzten Gebieten. Im Jerusalemer
Viertel Gilo, von den Palästinensern auch „Siedlung“ bezeichnet,
wird jetzt ein erstes 800 Meter langes Teilstück der Mauer von
Pionieren der israelischen Armee zurückgebaut, durchnummeriert
und „für alle Fälle“ eingelagert…
Kurzmeldung:
Geiselnahme in türkischer Botschaft von Tel Aviv gescheitert. Der Rundfunk berichtete, der offenbar
psychisch kranke israelische Araber sei bereits vor vier Jahren
in die britische Botschaft in Tel Aviv eingedrungen und habe
dort Asyl beantragt...
Kurzmeldung:
59 Tote bei Selbstmordanschlag auf irakische Armee.
Der Irak ist vom bislang blutigsten
Selbstmordanschlag des Jahres erschüttert worden...
Kurzmeldung:
Freie Berufswahl für palästinensische Flüchtlinge im Libanon.
Bislang durften die Palästinenser im
Libanon nur bestimmte Tätigkeiten ausüben, etwa auf dem Bau oder
in der Landwirtschaft. Verboten ist den Palästinensern jedoch
wie anderen Ausländern auch eine Beschäftigung als Soldat,
Polizist, Arzt oder Anwalt...
Fünf Jahre Rückzug aus Gaza:
"Land für Krieg"
Vor fünf Jahren, im August 2005, hat der damalige
Ministerpräsident Israels, Ariel Scharon, seine Ankündigung vom
Dezember 2003 in Herzlija wahrgemacht: Rückzug aus Gaza mitsamt
8.000 Siedlern und allen Militärstellungen…
Meine schönste Zeit:
Ex-Soldatin stellt Fotos von gefangenen Palästinensern ins Netz
Eine ehemalige israelische Soldatin hat
auf “Facebook” Fotos von ihrer Armeezeit veröffentlicht und
damit weltweit für Entrüstung gesorgt. Auf den Bildern ist sie
lächelnd neben gefesselten palästinensischen Gefangenen zu
sehen. Während die Armee das Vorgehen der Frau scharf
kritisiert, ist sich diese keiner Schuld bewusst…
Israel und Griechenland:
Beziehungen sollen erweitert werden
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Montag in
Athen seinen griechischen Amtskollegen George Papandreous
getroffen. Beide Staaten kündigten den Ausbau ihre bilateralen
Beziehungen an…
Rekordjahr:
Drei Millionen Touristen in Israel
Kurz vor Ende des hebräischen Jahres wartet das israelische
Tourismusministerium mit erfreulichen Nachrichten auf: 3.1
Millionen Urlauber haben in den vergangenen zwölf Monaten Israel
besucht, 18% mehr als im Vorjahr. Damit ist ein neuer
Jahresrekord erreicht…
Wissenschaft:
Weizmann-Institut verbessert sich in Universitätsranking
Das Weizmann-Institut in Rehovot hat es nun unter die ersten 150
des internationalen Universitätsrankings der Shanghai Jiao Tong
University geschafft...
Von Gurken abgekommen:
Süß-Saurer Wiederholungstäter
Neun Diebe wurden ertappt, nachdem sie aus einem Lagerraum der
israelischen Firma "Elite Strauss" hunderte Schachteln
Schokolade und andere Süßigkeiten gestohlen hatten…
Tirkel:
Abgeschobene Verantwortung
Bei den Anhörungen der Tirkel-Kommission
zur Untersuchung der Vorgängen auf der Gaza-Hilfsflotte mit neun
Toten, haben bisher Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und
Verteidigungsminister Ehud Barak die eigene Verantwortung
abgestritten und „nach unten“ abgegeben. Am Mittwoch hat
Generalstabschef Gabi Aschkenasi Fehler der Militärs
eingestanden und gleichzeitig künftige Flotten vor einem noch
blutigeren Eingreifen der israelischen Armee gewarnt…
Westbank:
PA beharrt auf Siedlungsboykott
Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) will weiter Produkte
aus den Siedlungen im Westjordanland boykottieren. Dies teilte
der palästinensische Wirtschaftsminister Hassan Abu Libdeh am
Donnerstag nach einem Treffen mit dem israelischen Industrie-
und Handelsminister Benjamin Ben-Elieser mit…
Demokratie:
Palästinensisches Volk ja, jüdisches Volk nein?
Wie viele Leser habe ich die feine Ironie, den geschliffenen
Humor und die weisen arabischen Fabeln in Salman Masalhas
Kommentar („Ein jüdisches und demokratisches Restaurant, Haaretz
vom 9. August) genossen. Aber all das kann das fundamentale
Missverständnis nicht wettmachen, das seinem Schlusssatz
zugrundeliegt: „Es gibt keinen jüdischen und demokratischen
Staat, so wie es keinen muslimischen und demokratischen Staat
gibt.“…
Grabeskirche:
Bald ohne WC?
Der Grabeskirche in Jerusalem droht Wasserentzug. Das meldete
eine italienische Zeitung. Wie aus der franziskanischen Kustodie,
der verantwortlichen katholischen Stelle für die Heiligen
Stätten im Heiligen Land, diesem Korrespondenten auf Anfrage
bestätigt wurde, soll die Heiligste Stätte der Christenheit
künftig ihre Wasserrechnung bezahlen…
Hungerstreik vor Israels Botschaft:
Zaynabs Recht auf Jerusalem
Seit dem 26. Juli 2010, also seit fünfzehn Tagen sitzt ein
junger Vater in einer idyllischen Seitenstraße des
Hohenzollerndamms auf einem Campingstuhl in Berlin und kämpft
für seine sieben Monate alte Tochter Zaynab…
Itai Pinkas:
Mitglied des Stadtrats von Tel Aviv
Itai Pinkas wurde 1973 geboren. Er ist Mitglied des Stadtrats von
Tel Aviv, wo er die Arbeitspartei vertritt; zudem ist er der
dienstälteste Berater des Bürgermeisters für die Angelegenheiten von...
NYT:
Kommentar zur Israel-Kritik
Die New York Times hat in ihrer Ausgabe vom Sonntag einen
differenzierenden Kommentar zur Kritik an Israel veröffentlicht.
Thomas L. Friedman trennt darin klar zwischen legitimer, da
konstruktiver Kritik und illegitimer, da destruktiver Kritik…
Irans Hinhaltepolitik:
Wird
die Welt wieder in die Irre geführt?
Der Sicherheitsrat der Vereinten
Nationen, einschließlich China und Russland, hat sich im Juni
2010 auf die bisher härtesten Sanktionen (Resolution 1929) gegen
den Iran geeinigt. Diese bilden die vierte Runde der
Strafmaßnahmen gegen das seit 2006 laufende Atomprogramm der
Islamischen Republik. Die iranische Regierung reagiert
abweisend…
Israels Botschafter in den USA:
Naher Osten am Scheideweg
Israels Botschafter in Washington, Michael Oren, hat für die
Washington Post einen Kommentar zur aktuellen Lage im Nahen
Osten verfasst. Darin konfrontiert er die sich bietende Aussicht
auf ein Friedensabkommen mit den jüngsten Gewaltakten gegen
Israel…
Martin Schlaff bringt verschollenen Israeli nach Wien:
Eine
israelisch-libysch-österreichische Räuberpistole
Dem umstrittenen österreichischen Oligarchen
Martin Schlaff, befreundet mit dem israelischen Außenminister Avigdor
Lieberman und einem Sohn des libyschen Diktators Muammar Ghaddafi,
gelang es, einen in Libyen verschollenen Israeli nach Wien auszufliegen.
Jüdische Gruppen aus den USA, der italienische Premier Berlusconi und
der französische Präsident Nicolas Sarkozy waren zuvor bei ihren
Vermittlungsversuchen gescheitert…
Eytan Fox:
Film-Regisseur
Aus der Reihe „62 Jahre Israel“ des Israel Projects. Jennifer
Laszlo Mizrahi, TIP. Lesben und Schwule: Symbole der Freiheit in
Israel Eytan Fox wurde 1946 geboren. Er ist israelischer
Film-Regisseur,..
Netanyahu und Abbas:
Zwischen besorgtem Bürger und Premierminister
Wir werden damit beginnen, indem wir sagen, dass wir in einer
Zeit leben, in der es keine Mega-Führungspersonen gibt, die die
Welt verändern. Es gibt keine Churchills, Roosevelts,
Kissingers, Ben-Gurions, Sadats oder Begins. Das Ergebnis dessen
ist, dass fanatische Staatsführer regieren, die Böses verbreiten
und sich nicht um das Wohl ihres Volkes, sondern um ihre eigene
Macht kümmern…
Designmetropole:
Holons
Bürgermeister international ausgezeichnet
Motti Sasson, dem Bürgermeister von Holon nahe Tel Aviv, ist
eine seltene Ehre zuteil geworden. Das britische Magazin Monocle
zählt ihn zu den zehn herausragenden Bürgermeistern der Welt. Es
sei ihm gelungen, einer mittelgroßen Schlafstadt einen Platz auf
der kulturellen Landkarte der Welt zu verschaffen…
Netanyahu appelliert
An internationale Gemeinschaft
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich nach der
tödlichen Attacke der libanesischen Armee auf israelische
Soldaten an die internationale Gemeinschaft gewandt…
In den Händen von Chameini:
Ahmadinejads Tod hätte nichts geändert
Im iranischen Präsidialamt hat man gestern die Berichte über ein
Attentat auf Präsident Mahmoud Ahmadinejad geleugnet und
behauptet, die hörbare Explosion habe von Feuerwerkskörpern
hergerührt. So berichtete die offizielle iranische
Nachrichtenagentur IRNA. Der Meldung nach seien die Knaller von
einem begeisterten Anhänger des Präsidenten geworfen worden, der
ihm bei seinem Besuch in der Stadt Hamedan im Nordwesten des
Landes eine Freude machen wollte…
"Geplante Provokation" der libanesischen Armee:
Krieg um Haaresbreite
Der tödliche Schusswechsel entlang der Grenze zwischen Libanon
und Israel am Dienstag hätte „um Haaresbreite“ einen Krieg
ausgelöst, schreibt Alex Fischmann in einem Kommentar in der
Zeitung Jedijot Achronot. Die Zeitung Haaretz berichtet von
internationalen Bemühungen, ein Aufflammen in Nahost zu
verhindern…
Gaza-Flottille:
Israel beschließt Teilnahme an UN-Untersuchung
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Montag mitgeteilt, dass Israel
sich an dem Ausschuss beteiligen wird, durch den die UNO die
Vorgänge um die Gaza-Flottille untersuchen lassen will…
Good Friends:
Die
Palästinenser – allein
Efraim Karsh, Professor für Nahoststudien am Londoner King’s
College, tritt in einem Artikel für die New York Times der
verbreiteten Annahme entgegen, dass das Wohlergehen der
Palästinenser der arabischen Welt am Herzen liege…
Hoher israelischer Offizier getötet:
Feuerwechsel an Grenze Israel-Libanon
Verwirrte und widersprüchliche Meldungen über Explosionen und
Feuerwechsel zwischen der israelischen und libanesischen Armee
an der Grenze zwischen beiden Ländern…
Akaba:
Im Fadenkreuz des Globalen Jihad
Von ägyptischem Territorium aus auf den Golf von Eilat und Akaba
abgefeuerte Grad-Raketen haben am Montag einen jordanischen
Bürger getötet und drei weitere verletzt. Eine Rakete schlug im
Norden Eilats ein, drei im Hotelbezirk Akabas, eine
wahrscheinlich im Meer und eine noch auf dem Sinai…
Homosexualität im Islam:
Jihad für
die Liebe
Der indische-muslimische Filmemacher Parvez Sharma hat in “A
Jihad for Love” in zahlreichen Ländern, wie Ägypten, Iran, der
Türkei, Pakistan über das Leben und die Verfolgung der schwulen
und lesbischen Minderheiten recherchiert. In einigen dieser
Länder wird Homosexualität sogar mit dem Tod bestraft…
Ein Nachruf auf Professor Nasr Hamid Abu Zaid:
Tod
eines Muslims
Der Tod Abu Zaids ist ein Verlust für uns, wir sind dadurch
ärmer geworden. Aber seine Inspiration hat uns auch bereichert.
Die Zahl muslimischer Gelehrter, die den Islam, einschließlich
des Qur’ān, kritisieren, hat in den letzten Jahren sehr
zugenommen...
Israels größter Verlust:
Die
moralische Vorstellungskraft
Nach Israels blutigem Überfall auf die Gaza-Flotilla rief ich
einen Freund in Israel an, mit dem ich schon ein Leben lang
befreundet bin und fragte ihn nach der Stimmung im Lande. Er ist
ein Intellektueller, ein freundlicher und großzügiger Mann,
stand aber trotzdem lange auf Seiten der israelischen Hardliner.
Doch auf seine Antwort war ich völlig unvorbereitet. Er sagte
mir – mit vor Erregung zitternder Stimme – so wie die Welt jetzt
Israel verurteilt, erinnert ihn das an die dunklen Zeiten der
Hitler-Ära…
Grözinger über Sand:
Geschichtsschreibung als politischer Kampf
Der israelische Historiker Shlomo Sand will mit seinem Buch “Die
Erfindung des jüdischen Volkes” (Der hebräische Titel lautete:
Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden) in die
innerisraelische Debatte um das Selbstverständnis der
israelischen Gesellschaft, über das Verständnis dieses Staates
und sein Verhältnis zum Diasporajudentum eingreifen. Dies
versteht der Leser erst wirklich, wenn er das Buch von hinten zu
lesen beginnt, wo Sand die Schlussfolgerungen aus seinen
durchaus lesenswerten und informativen historischen Teilen des
Buches zieht…
In Zeiten der Massenhysterie:
Ein
parlamentarischer Mob
Als ich das erste Mal in die Knesset gewählt wurde, war ich
entsetzt über das, was ich vorfand. Ich entdeckte abgesehen von
wenigen Ausnahmen, dass der intellektuelle Inhalt der Debatten
nahe Null war. Er bestand hauptsächlich aus Klischees, so wie
man sie auch auf Allgemeinplätzen hören kann. Während der
meisten Debatten war das Plenum fast leer. Die meisten
Mitglieder sprachen ein vulgäres Hebräisch. Beim Abstimmen
hatten viele Mitglieder keine Idee, worüber sie pro oder contra
stimmen sollten – sie folgten nur den Ordern ihrer Partei…
Aufgeschoben:
Diskussion um das Konversionsgesetz
Die Entscheidung über das Konversionsgesetz ist vorerst
aufgeschoben worden. Israels Ministerpräsident Biynamin
Netanyahu hat am Sonntag in der Sitzung des Kabinetts noch
einmal die aktuelle Übereinkunft bezüglich der
Auseinandersetzungen um die rechtliche Handhabung von
Übertritten zum Judentum erläutert…
Am Käfig rütteln:
Wollen Israelis keinen Frieden?
Nein, Israelis sind für einen Wandel nicht bereit, sie sind
nicht bereit, die Palästinenser zu befreien, sie sind nicht für
den Frieden bereit…
Atomdrohung:
Iran
plant Kernfusionsreaktor
Der Iran weitet seine Nuklearaktivitäten angesichts der neuen
internationalen Sanktionen noch aus. Am Samstag erklärte der
Leiter von Irans Kernfusionsforschungszentrum, Asqar Sediqzadeh,
die Islamische Republik plane nun den Bau eines
Kernfusionsreaktors…
Issa Saharkhiz:
Anklage gegen Irans Oberste Führer
Issa Saharkhiz, der ehemalige Leiter des iranischen
Presseaufsichtsrats, hat Irans Oberstem Führer vorgeworfen, „zur
Folter von Gefangenen zu schweigen“ und angekündigt, ihn
anklagen zu wollen. Inzwischen berichtet die Webseite Khodnevis,
dass Saharkhiz in Abteilung 15 des Revolutionsgerichts hinter
verschlossenen Türen der Prozess gemacht wird…
Alarmierende Zahlen aus Teheran:
Depression,
Drogensucht, Arbeitslosigkeit
Während die staatlichen iranischen Medien die Zahlen aus Europa
und den USA über Depressionen und Selbstmordraten dazu benutzen,
um ihre Behauptung zu untermauern, dass der Westen im Zerfall
begriffen ist, geht aus einem Bericht des Aria Strategic Studies
Center hervor, dass 58% der Einwohner Teherans an leichten bis
schweren Depressionen leiden…
Luba Eliaw:
Der
Siedlungsbau vergiftet Israel
Als vor Kurzem Lova Eliav starb, hat uns eine der
charismatischsten Persönlichkeiten aus der Generation der
Staatsgründer verlassen. Lova war nicht nur einer der Gründer
der Arbeitspartei, er blieb auch jahrzehntelang einer der
geistigen Mentoren der israelischen Sozialdemokratie. Die
israelische Linke habe den Staat nicht nur ausgerufen und
aufgebaut, sie habe auch weiterhin die Pflicht an der Vision
eines gerechten Staates für alle seine Bürger und eines
gerechten Friedens mit allen seinen Nachbarn festzuhalten...
Erinnerung an Lova:
Auch
ich sagte nichts
Anfangs war er wie eine Gazelle, deren Hals die Jäger suchten.
Er versuchte, eine Möwe zu werden, in der Hoffnung, dass wenn er
gen Himmel fliegt, dann könnten sie ihn nicht herunterbringen.
Er ging in jede Landesecke, um sich ein Refugium, ein Nest für
seine enttäuschte Hoffnung, zu bauen, bis er endlich einen Ort
fand, wo seine Beine zur Ruhe kamen und er seine Seele baumeln
lassen konnte – Nizana. Der vor Kurzem verstorbene Arie “Lova”
Eliav war der erste, den sie als Verräter beschimpften, als
Anti-Israeli. Aber ich sagte nichts, weil ich nicht Lova war…
In Jerusalem:
Netanyahu trifft Papandreou
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Donnerstag in Jerusalem seinen griechischen Amtskollegen Giorgios Andrea Papandreou getroffen. In seiner
Begrüßungsansprache wies er auf den historischen Rang dieses Staatsbesuchs hin…
"Stärke gewinnen":
Hunderte chinesische Bauarbeiter treten einer Gewerkschaft
Es war wirklich ein außerordentliches Ereignis, das in der
Histadrut Zentrale in Tel Aviv Ende Juli stattfand…
Beilin:
Volkswagen interessiert an israelischer Technologie
Die Volkswagengruppe blickt sich derzeit in Israel nach neuen
Technologien um und hat dafür das in Herzliya ansässige
Unternehmen Beilink – Business Foreign Affairs des früheren
israelischen Ministers Yossi Beilin um Unterstützung gebeten…
Wegscheide:
Shamir ist keine Option
Yitzhak Shamir irrte sich, aber Yitzhak Shamir war nicht blöd.
Während seiner Zeit als Ministerpräsident war die Vorstellung,
die Zeit arbeite zugunsten Israels noch nicht widerlegt. Die
Sowjetunion war im Niedergang begriffen und brach am Ende
zusammen…
Wissenschaft:
Wenn es MoskitInnen stinkt
An der Universität Haifa in Israel glauben Forscher, ein
natürliches umweltfreundliches Mittel gegen die Mückenplagen
identifiziert zu haben…
Erwünschter Partner:
Obamas Wende
US-Präsident Barack Obamas Kampagne einer Umwerbung Israels
bringt eine grundsätzliche Wende in der amerikanischen
Nahostpolitik zum Ausdruck. Die Prioritäten der USA haben sich
gewandelt, und an ihrer Spitze stehen heute die eskalierende
Auseinandersetzung mit dem Iran und die Sorge vor einem
Führungswechsel in Ägypten und Saudi-Arabien…
Über
Heiligkeit und die Entweihung des Heiligen:
G'tt wohnt hier nicht mehr
Die Positionierung des Tempelbergs und des in
seinem Zentrum gelegenen symbolischen heiligen Felsens
verwandelte den nationalen Konflikt zwischen Israelis und
Palästinensern in eine religiöse Konfrontation...
Israel und der
Tempelberg:
Brüder im Lande Kanaan
Weder verheißen noch
heilig...
Bejn haMezarim:
Die
nicht zu greifende Tempelbergvision
Solange wir in einer Gesellschaft leben, in der es Korruption
gibt, in der Frauen verkauft und ausgebeutet werden, kann die
Vision des Tempelbergs wie ein Leuchtturm sein, der uns den Weg
weist, doch sie darf nicht in etwas Greifbares verwandelt
werden...
Auf Einladung der Jerusalem Foundation:
Deutschlands Bürgermeister in Jerusalem
Im Verlauf der vergangenen beiden Jahre konnte die Jerusalem
Foundation enge Bande mit zahlreichen Städten in ganz
Deutschland knüpfen. Alles begann mit zwei
Bürgermeisterkonferenzen in Wiesbaden und Berlin und fand seine
Fortsetzung in dem kürzlichem Besuch, dem ersten seiner Art, von
Bürgermeistern und Stadträten aus Bayern, Berlin, Brandenburg
und Niedersachsen in Jerusalem…
Gute Kooperation:
Israel öffnet Palästinensergebiete für Juden
Zehn Jahre lang waren Bethlehem und Ramallah, Nablus und Hebron
für jüdische Israelis eine Tabuzone. Ende 2000, nach Ausbruch
der sogenannten El Aksa Intifada, nachdem mehrere jüdische
Israelis in den palästinensischen Autonomiegebieten entführt
oder ermordet worden waren, erließ der verantwortliche
Militärgouverneur ein striktes Verbot für Israelis, die
Palästinensergebiete zu betreten...
Treffen mit den Kollegen aus der EU:
Abkoppelung von Gaza – endgültig
Auch wer nicht zu den Anhängern von Außenminister Avigdor
Lieberman gehört, muss zugeben, dass seine Initiative, die
europäischen Außenminister zu einem Besuch Gazas einzuladen, ein
positiver und kreativer Schritt ist. Sie ist dazu angetan, auch
die vollständige Abkoppelung Israels vom Gaza-Streifen zu
markieren – einen Prozess, der noch nicht zum Ende gekommen ist,
insbesondere wegen des Widerstands des Sicherheitsapparats, der
dazu neigt, die Gaza-Frage allein unter dem engen
sicherheitspolitischen Blickwinkel zu sehen, und von dem
furchtbaren Schaden absieht, den die Blockade Israel einbringt…
Farbe bekennen:
Liebermans Kateridee
Der Vorschlag des israelischen Außenministers Avigdor Lieberman,
den Gazastreifen abzustoßen, Israels Besatzung gänzlich zu
beenden und den chaotischen Landstreifen mit 1,5 Millionen
Einwohnern, ausgerechnet unter europäische Obhut zu stellen, ist
ein genialer politischer Schachzug…
Auf Kontrolle verzichten:
Lieberman will Anerkennung der Hamas-Regierung in Gaza
Die von Lieberman gewünschte Anerkennung der Hamas-Regierung
durch die Europäer, würde die politische Spaltung der
Palästinenser in ein „Hamastan“ in Gaza und ein „Fatahland“ im
Westjordanland besiegeln und eine teilweise Aufkündigung der
Osloer Verträge bedeuten...
Deeskalation:
Libysches Gaza-Schiff nach Ägypten umgeleitet
Der drohende Konflikt um den libyschen Frachter, der versuchen
wollte, die Seeblockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen, ist
gestern auf friedlichem Weg abgewendet worden. Die israelische
Marine stellte das Schiff auf hoher See und warnte es vor der
Weiterfahrt Richtung Gaza, woraufhin es den ägyptischen Hafen
El-Arish ansteuerte…
Im Israelisch-Palästinensischen Konflikt:
Lexikon der irreführendsten Ausdrücke
Die israelischen Medien sind voll falscher Termini und
Statements, die die öffentliche Wahrnehmung der Realität
verdrehen, meint Amira Hass…
Jerusalem:
Rechtsextremist wegen Mord an Palästinensern verhaftet
Israelische Sicherheitskräfte haben am Dienstag einen
29-jährigen Mann festgenommen, der Ende der 1990er Jahre mehrere
Palästinenser ermordet haben soll. Der Verdächtige gehörte der
verbotenen rechtsradikalen Kach-Bewegung an…
Na’alin-Vorfall:
Israelische Armee verurteilt Soldaten
Das Sondermilitärgericht der israelischen Armee hat am
Donnerstag Oberstleutnant Omri Borberg, den früheren
Kommandanten des Panzerbataillons 71, wegen versuchter
Bedrohungen und Stabsfeldwebel d. Res. Leonardo Corea wegen
unzulässigen Waffeneinsatzes verurteilt…
Peres:
Die
glücklichsten Jahre meines Lebens
Israels Präsident Shimon Peres zieht nach drei Jahren im Amt
eine positive persönliche Bilanz und spricht gar von den
„glücklichsten Jahren seines Lebens“. In den letzten 36 Monaten
hat der 87jährige bereits 27 Auslandsreisen, rund 700
diplomatische Treffen und 600 Interviews mit der internationalen
Presse hinter sich gebracht…
Marina:
Neuer
Jachthafen für Tel Aviv
Israels Verkehrsminister Yisrael Katz hat sein Ministerium
angewiesen, den Tel Aviver Hafen innerhalb von zwei Jahren
wieder für die Schifffahrt tauglich zu machen. Ein spezieller
Ausschuss wird gemeinsam mit der Tel Aviver Stadtverwaltung den
Umbau des Hafens vorbereiten...
Israel als Fahrrad-Nation:
Auf
dem besten Weg
Israel entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem regelrechten
Fahrradland. Immer mehr Israelis nutzen das umweltfreundliche
und preisgünstige Verkehrsmittel im Alltag oder auch für
sportliche Ausflüge in die Natur…
Steff Wertheimer:
Industriepark für Nazareth
In Nazareth ist kürzlich der Grundstein für eine neue
Industriezone gelegt worden, dessen geistiger Vater der bekannte
Unternehmer Stef Wertheimer ist. Zu der Zeremonie waren
prominenter Vertreter aus Politik und Wirtschaft in die
israelisch-arabische Stadt gereist…
Erdnussbutter oder Humus:
Königin Ranias Kinderbuch
Die jordanische Königin Rania, Frau von König Abdullah,
verweigert israelischen Verlagen die Genehmigung, ihr Kinderbuch
„The Sandwich Swap“ ins Hebräische zu übersetzen. Das Buch,
inzwischen auf der Bestseller Liste der New York Times, handelt
um Toleranz und Multikulti…
Vogelscheuchen:
Immer
neue Schreckgespenster
In Israel sind es die Menschen, die sich vor den Vogelscheuchen
erschrecken, auch dann, wenn die Menschen sie selbst aufrichten…
Zur Frühgeschichte der israelischen und palästinensischen KP:
Der
Mufti und die Kommunisten
Die Entwicklung des israelischpalästinensischen Kommunismus
stalinistischer Provenienz ist von 180-Grad-Wendungen,
fragwürdigem Verhalten gegenüber den Opfern des Antisemitismus
und der Kooperation mit reaktionären und faschistischen Kräften
unter der Flagge des Antiimperialismus geprägt...
"Das Recht, für meine Rechte und Werte zu kämpfen”:
Abgeordnete verliert Privilegien
Die Teilnahme an der "Free Gaza"-Flottille hat Folgen für die
israelische Abgeordnete Hanin Suabi: Am Dienstag entschied die
Knesset, dass die Araberin drei grundlegende Privilegien
verlieren soll. Daraufhin beschuldigte sie ihre
Politikerkollegen der Demokratiefeindlichkeit…
Doppelmoral:
Wer
kommt viel teurer als die Talmudschüler?
Die Ähnlichkeit ist verblüffend: Zwei engstirnige und arrogante
Bevölkerungsgruppen, verschiedene und zuweilen merkwürdige,
einflussreiche Minderheiten mit autoritativen Führern und beide
mit ihren eigenen Gesetzen und Normen. Die Siedler und die
Haredim (Ultraorthodoxe). Erstere sind – ohne Ostjerusalem –
etwa 300.000 stark, die letzteren etwa 700.000, einschließlich
der haredischen Siedler…
Nach vierzig Jahren:
Kafka wird aus Panzerschrank befreit
Montag Morgen um 10 Uhr erschienen Rechtsanwälte in Schlips und
Anzug bei brüllender Hitze in der Kikar-Hamedina Filiale der
Discount Bank mit einem richterlichen Befehl in der Hand. Nach
monatelangen Gerichtsverhandlungen bei einem Familiengericht in
Tel Aviv, teilweise hinter verschlossenen Türen, ist das Urteil
gefallen, die seit vierzig Jahren in Banktresoren gelagerten
Schriftstücke der beiden weltberühmten Schriftsteller der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen...
Falsche Beschlüsse auf hoher Ebene:
Erste israelische Untersuchung zur Mavi Marmara
Der altgediente General Giora Eiland hat nach fünfwöchigen
Untersuchungen die Ergebnisse eines militärischen Reports über
die Vorgänge auf dem türkischen Schiff Mavi Marmara am 31. Mai
vorgelegt. Neun Türken wurden bei der israelischen
Kommandoaktion nach dem Entern des Schiffes getötet...
Libysches Schiff:
Österreich vermittelt
Der österreichische Milliardär Martin Schlaff vermittelt
zwischen Israel und Libyen, um den Versuch eines Libyern
gescharteten Schiffes, die israelische Blockade des
Gazastreifens zu brechen, zu einem friedlichen Ende zu führen…
Wer macht den zweiten Schritt?
Teure Auszeiten und eine echte Revolution
Die Geschichte der israelisch-arabischen Beziehungen seit 1946
kann in einem Satz zusammengefaßt werden: “Krieg, Auszeit,
Krieg, Auszeit, Krieg, Auszeit, Krieg, Auszeit…”. Was Israel von
den Arabern und den Palästinensern unterscheidet, ist das hohe
Maß an Produktivität in diesen Auszeiten...
Hisbollah rüstet massiv auf:
Truppenkonzentration an Grenze zu Israel
Der 12. Juli 2010 ist der 4. Jahrestag
des Beginns des israelischen Verteidigungskrieges gegen die
Hisbollah, der auch Zweiter Libanonkrieg genannt wird. Es wird
angenommen, dass die Hisbollah, eine terroristische Gruppe, die
politisch, finanziell und militärisch vom Iran unterstützt wird,
ihr Arsenal von Raketen und Granaten seit dem Beginn des
damaligen Krieges verdreifacht hat…
Netanyahu kann sich nicht entscheiden:
Schalit, zum Beispiel
Ich schreibe diese Zeilen, während ich durchs Fenster aufs blaue
Wasser des Mittelmeers schaue. Dabei denke ich an den jungen
Mann, der nicht weit vom Meer gefangen gehalten wird, nur ein
paar Dutzend Kilometer südlich von hier. Ob Gilad auch das Meer
durch ein Fenster sieht? Hat er überhaupt ein Fenster? Sieht er
etwas? Wie geht es ihm? Wie wird er behandelt?…
Aviva Schalit:
"Vier Jahre Hölle sind zu viel"
Die Eltern des entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit
haben ihren zwölftägigen Protestmarsch durch Israel mit einer
Massenkundgebung in Jerusalem beendet. Nun wollen sie so lange
vor dem Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu zelten, bis
ihr Sohn frei ist…
 |
Austausch:
Einer gegen Tausend
Vor vier Jahren, im Juni 2006, wurde der israelische Soldat
Gilad Schalit von der Hamas verschleppt - sie will den jungen
Mann nur freigeben, wenn Israel im Gegenzug 1000 Palästinenser,
darunter Terroristen, freilässt. Eine kaum erfüllbare Forderung
- aber der Druck auf die Regierung wächst. Denn hinter Gilad -
und seinen Eltern, die alles daransetzen, dass ihr Sohn
freikommt - steht inzwischen fast das ganze Land...
Abb.: Der Protestmarsch erreicht Jerusalem... |
Israelisch-palästinensischer Elternkreis:
Versöhnung auch ohne Frieden
Wären diese Politiker so unnachgiebig und hartherzig, wenn es um
das Leben ihres eigenen Kindes ginge?...
Von Jerusalem nach Berlin und wieder zurück:
Im
Kreise jüdischer Mystiker
Prof. Joseph Dan wurde 1935 in Budapest, Ungarn, geboren. Er
studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem zunächst
Assyriologie und Jüdisches Denken als zwei Hauptfächer.
Schließlich gab die Persönlichkeit seines geschätzten Lehrers
Prof. Gershom Scholem den Ausschlag, dass er sich der Jüdischen
Mystik zuwandte...
Golfstaaten:
Sehr
besorgt über Irans Atomprogramm
Der Iran stellt ein bedeutendes
Sicherheitsproblem für die Staaten am Persischen Golf dar. “Wir
haben ein gemeinsames Interesse daran, den Iran davon
abzuhalten, zur Atommacht zu werden,” sagte Mustafa Alani,
Forschungsdirektor am Forschungszentrum der Golfstaaten (Gulf
Research Centre) in Dubai…
Schiefe Vergleiche:
"Alle waren sie gegen Israel"
74 prominente Exiliraner unterzeichneten kürzlich ein
Solidaritätsschreiben für die Aktivisten der "Gaza Freedom
Flotilla", in dem sie behaupteten, das Vorgehen des israelischen
Staates gegen die Blockadebrecher sei vergleichbar mit der
Gewalttätigkeit der Islamischen Republik Iran. Saeed
Ghaseminejad, Sprecher der Liberalen Studenten Irans und
Direktor des Centre Iranien d’etudes du Liberalisme, hat diesen
offenen Brief scharf kritisiert und einen bisher von 27
Exiliranern unterzeichneten Gegenbrief verfasst...
Bibi! Mah
'asitah haJom lem'an Gil'ad?
Bibi! Was hast Du heute für Gil'ad getan?
Eilat:
Neuer
Flughafen bewilligt
Die israelische Regierung hat am Dienstag einen Vorschlag
von Verkehrsminister Israel Katz angenommen, wonach nördlich von
Eilat bei Timna ein neuer internationaler Flughafen errichtet
werden soll…
Der Holocaust im Unterricht:
Online-Kurs von Yad Vashem
Der Kurs der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem richtet sich
an Pädagoginnen und Pädagogen und befasst sich mit der
altersgerechten Vermittlung des Holocaust in der schulischen und
außerschulischen Bildung…
Locker lachend:
"Wundervolle Beziehungen"
Nach einem "tektonischen Bruch" in den Beziehungen zwischen
Washington und Jerusalem, wie es vor einigen Wochen Israels
Botschafter Michael Oren ausdrückte, ist jetzt alles wieder
"wunderbar"...
Hebron:
Rock in the Casba
Die sechs Nahal-Soldaten in voller Montur, kommen im
Morgengrauen langsam um die Ecke gebogen, während im Hintergrund
der Muezzin zum Gebet ruft. Plötzlich nehmen sie Stellung und
die Musik wechselt zu Kesha’s “Tick Tock”, ein Hit, der auch in
Deutschland Anfang des Jahres an der Spitze der Charts stand. Es
folgt eine “Macera in the streets of Hebron”…
Vor dem Empfang im Weißen Haus:
Zehn Ratschläge für Netanjahu
Es ist noch nicht zu spät, die Vertrauenskrise, die in der
Beziehung zu Obama besteht, zu lösen…
"Gilad lebt noch":
Marsch für Gilad Schalit erreicht Tel Aviv
Am 9. Tag gelangte der Protestmarsch, den die Familie von Gilad
Schalit und Tausende Unterstützer quer durch Israel unternehmen,
heute nach Tel Aviv. Von der Glilot Kreuzung marschierten bis zu
15.000 Teilnehmer durch Derech Namir zu den “Akirow Türmen”, wo
Verteidigungsminister Ehud Barak wohnt, und weiter zum Kikar
Rabin, wo eine Kundgebung stattfand…
Teil 2:
Die Entwicklung des Zionismus bis zur Staatsgründung Israels
Während sich zwischen 1932 und 1935 die jüdische Bevölkerung
verdoppelte und die jüdischen Landkäufe unter den Arabern
Palästinas ein Gefühl zunehmender Überfremdung erzeugt hatten,
verstrickte sich die palästinensische Nationalbewegung in einen
Prozess der Radikalisierung, der mit panislamischen Tendenzen
einherging...
Zwei Staaten für zwei Völker?:
Ein biillusionärer Staat
Mit einer Verspätung von einigen Jahrzehnten hat sich bei einem
Teil der Rechten die Erkenntnis durchgesetzt, dass man in der
modernen Welt – der demokratischen und selbst der
undemokratischen – auf Dauer nicht über ein Territorium
herrschen kann, ohne seinen Bewohnern die Staatsbürgerschaft zu
verleihen…
Demokratie oder Diktatur:
Redeverbot für kritische Lehrer in Israel
Zu der Information, wonach es Schulleitern verboten sei,
über die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete zu
reden, sagte die Sprecherin, dass tatsächlich zwei
Schuldirektoren aus Tel Aviv eingeladen worden seien, vor dem
Erziehungsausschuss der Knesset auszusagen...
Einlenken:
Libysches Schiff wird Blockade nicht brechen
Das Schiff „Hope“ mit libyschen Hilfsgütern an Bord wird nicht
versuchen, die israelische Blockade des Gazastreifens zu
durchbrechen, sondern den ägyptischen Hafen El Arisch anlaufen…
Entgegen den Unkenrufen:
Jerusalem – Stadt mit Zukunft
Die Schlussfolgerung aus den Worten all der Prophezeienden war
düster: Jerusalem ist eine verlorene Stadt, am Ende, ohne
Zukunft…
Radio
- RealAudio:
Kol haSchalom
/ Stimme des Friedens
Sikhrono liWrakhah!
Rabbiner Yehuda Amital, der Gründer der
linkszionistisch-religiösen
Memad-Bewegung,
ist heute im Alter von 85 Jahren gestorben. Avital, der stets
betonte, man dürfe die jüdische Religion nicht den Nationalisten
und Fundamentalisten überlassen, war Minister in der
Übergangsregierung unter Shimon Peres, 1996, nach der Ermordung
Rabins. Zum Trauermarsch werden Tausende in Jerusalem erwartet.
Spannungen zwischen UNIFIL und Bewohnern:
Friedenstruppen der UNO im südlichen Libanon attackiert
Ein Zeuge, der seine Identität nicht preisgeben wollte,
sagte, die UNO-Soldaten waren dabei, Bilder von der Gegend zu
machen, als mehrere junge Unterstützer der militanten
schiitischen Hisbollahbewegung sie aufforderten, damit
aufzuhören...
Historische Reise:
Lieberman in Lettland
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat
sich am Sonntag in Riga mit dem lettischen Präsidenten Valdis
Zatler getroffen. Er würdigte dabei die guten bilateralen
Beziehungen sowie die faire und ausgewogene Position, die
Lettland innerhalb der Europäischen Union in Bezug auf Israel
vertrete… weiter…
Collaboration between Nazis and Arabs/Islamists:
An
Interview with Jeffrey Herf
I think we are at the beginning of a significant challenge to
the third wordlist paradigm that has fueled anti-Zionism for
decades. Actually I think it is going to begin to unravel in
years to come, especially as scholars and intellectuals from
North Africa, such as Boualem Sansal, or the Arab Middle East
and the Iranian diaspora and opposition, find their voices...
Wir erinnern:
Kleine Israel-Chronik
Im Juni 2010 jährte sich eine Reihe wichtiger Ereignisse, die
nicht dem allgemeinen Vergessen anheim fallen sollten…
Hebräische Universität und Weizmann-Institut:
Internationale
Spitzenstellung
Die US-amerikanische Zeitschrift The Scientist hat der
israelischen Wissenschaftslandschaft ein gutes Zeugnis
ausgestellt. In einem auf die Biowissenschaften konzentrierten
Ranking der besten Forschungsinstitute außerhalb der USA kamen
sowohl das Weizmann-Institut in Rehovot als auch die Hebräische
Universität Jerusalem unter die ersten Fünf…
In Jeans und Sandalen:
Undiplomatischer Streik
Israels Ansehen in der Welt ist derart schlecht, dass die
Mitarbeiter des Außenministeriums in Jerusalem die Gelegenheit
nutzen, mit diplomatischen Mitteln auch noch die letzten Freunde
des Landes zu verprellen…
Trauriger Jahrestag:
Seit vier Jahren in der Gewalt der Hamas
Der Tag der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit
jährt sich zum vierten Mal. Am 25. Juni 2006 wurde er in den
Gazastreifen verschleppt. Vermittlungsversuche, die zu seiner
Freilassung führen, schlugen bisher fehl. Die Hamas verweigert
dem Internationalen Roten Kreuz jeden Besuch bei Gilad…
25. Dezember 1883 - 18. Juni 1975:
Samuel Hugo Bergmann (1883– 1975)
Bergmann war einer der Gründer und Mitherausgeber der
Nationalbibliografie Kirjat Sefer, Herausgeber des
philosophischen Teiles der Enzyklopaedia Hebraica und
Herausgeber der philosophischen Vierteljahresschrift Ijun. Er
war Mitglied der sozialistischen Arbeiterpartei haPoel haZair
und gehörte zusammen mit anderen deutschsprachigen Einwanderern,
darunter Martin Buber, Hans Kohn, Robert Weltsch und Gershom
Scholem, dem Brit Schalom an...
Grundlagentexte:
Brith Schalom
Er ist der Blitzableiter des Zionismus. Die schmerzliche und
doch notwendige Anpassung der zionistischen Bewegung an die neue
Lage im vorderen Orient, welche durch die Erstarkung der
arabischen Nationalbewegung bedingt ist, geht in der Weise vor
sich, dass die zionistische öffentliche Meinung den B. S., der
diese Anpassung verlangt, als eine Organisation von Verrätern
brandmarkt, sein Programm mit aller Schärfe bekämpft, um es
dann nach einem Jahre anzunehmen...
Steht Israel am Rande eines Kulturkampfes? In Jerusalem, Bnei
Brak, Beer Schewa und anderen Orten demonstrierten am Donnerstag
etwa 100.000 Orthodoxe gegen eine Entscheidung des Obersten
Gerichts. Danach werden 43 Elternpaare inhaftiert, weil sie sich
weigern, ihre Kinder in eine bestimmte Schule zu schicken.
Hintergrund ist die religiöse Trennung zwischen Aschkenasim und
Sfaradim, die der Oberste Gerichtshof als rassistisch verwarf.
David Grossman in Israel:
‘Linkes Geschwafel’
David Grossman und der israelische Präsident Schimon Peres haben
etwas gemeinsam: Dass man sie im Ausland mehr (oder überhaupt)
schätzt als im eigenen Land…
CSD:
Auch
in Jerusalem?
Der Chef der "Jewish Leadership" innerhalb des Likud, spricht
sich gegen GLBT-Rechte aus...
Tod dem Diktator!”:
Die Hölle der Islamischen Republik
Ein junger Mann namens Mohsen Abbaspour, der Wochen vor der Wahl
aus seiner politischen Apathie erwacht war und politisch aktiv
wurde...
Gilad Shalit:
Seit vier Jahren in Gaza gefangen
Seit nunmehr vier Jahren wird der israelische Soldat Gilad
Shalit, der aus Israel in den Gazastreifen verschleppt worden
war, von seinen Entführern gefangen gehalten. Aus diesem Grund
hielt seine Familie am heutigen Montag eine Pressekonferenz in
Tel Aviv ab…
Untersuchungskommission:
Kabinett stimmt über Berufung ab
Premierminister Benjamin Netanyahu kündigte für die gestrige
Kabinettssitzung die Abstimmung darüber an, eine spezielle,
unabhängige Kommission zur Untersuchung der Vorfälle vor zwei
Wochen vor der Küste Israels einzusetzen…
Alltag im Gelobten Land:
Vortrag von U. Sahm in Berlin
Seit 1975
ist Ulrich Sahm Nahost-Korrespondent für deutsche Medien mit
Sitz in Jerusalem. Er hält Vorträge in Deutschland, Österreich
und der Schweiz...
Israels Linke und die "Mavi Marmara":
"Gefahr, Gefahr, Kriegsregierung"
Viele israelische Linke haben ähnlich auf die Vorfälle um die
Gaza-Flotille reagiert wie Linke in anderen Ländern. Allerdings
trugen sie auf ihrer Demonstration Israel-Flaggen…
Tragische Familiengeschichte:
Kein Platz in Zion
Anlässlich seines 150. Geburtstags wurde Theodor Herzl
gewürdigt. Kein Wort fiel über das Schicksal seiner Familie...
Weitere Verschlechterung:
Die
Menschenrechtslage im Iran
Der 12. Juni 2010 stellt den Jahrestag der
umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran dar. Sofort, nachdem
Präsident Mahmoud Ahmadinejad den Sieg bei den Wahlen des
vergangenen Jahres für sich in Anspruch genommen hatte, gingen
Iraner überall auf die Straße zu Protestkundgebungen, die sich
zum Teil als tödlich erwiesen. Tausende von Iranern wurden nach
einer Razzia inhaftiert, welche die Proteste der Opposition zum
Schweigen bringen sollte…
|
Friedenspreis des deutschen Buchhandels:
Auszeichnung für David Grossman
"Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der
Börsenverein im Jahr 2010 David Grossman und ehrt damit den
israelischen Schriftsteller, der sich aktiv für die Aussöhnung
zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. In seinen
Romanen, Essays und Erzählungen versucht er, nicht nur die
eigene, sondern immer auch die Haltung der jeweils
Andersdenkenden zu verstehen und zu beschreiben"...
David Grossman:
"Am Grab meines Sohnes"
"Uri war ein sehr israelisches Kind. Sogar sein Name ist so
israelisch und so hebräisch. Er war die Quintessenz des
Israeliseins, wie ich es gern sehen würde. Das beinah vergessen
ist. Das manchmal fast als Kuriosum gilt"...
Die starke Anziehungskraft des Hasses und der Rachsucht:
Diesen
Krieg kann keiner gewinnen
Lärm. Lärm ist das erste Wort, das mir einfällt, wenn ich an die
letzten zehn Jahre denke. Fürchterlicher Lärm. Schüsse und
Schreie, Hetzreden, Jammern und Klagen, Explosionen und
Demonstrationen, große leere Worte, Sondersendungen vom Ort des
Anschlags, Rufe nach Rache, dröhnende Hubschrauber am Himmel,
die heulenden Sirenen der Ambulanzen und das frenetische
Klingeln der Telefone nach jedem Zwischenfall...
Löwenhonig:
Der erste
Selbstmordattentäter
David Grossman gehört zu den bekanntesten israelischen
Schriftstellern. Zahlreiche seiner thematisch und stilistisch
breitgefächerten Werke sind ins Deutsche übersetzt worden. Mit
seinen psychologisch einfühlsamen und zugleich immens spannenden
Kinder- und Jugendbüchern hat er die Herzen wohl
Hunderttausender Kinder auch hierzulande erreicht… |
Während neue Sanktionen gegen den Iran verhängt werden:
Zitate von Präsident Ahmadinejad
Die neuen Sanktionen erlauben die Inspektion von Frachtgut nach
Iran und von dort kommend, verstärkt das Waffenembargo und
finanzielle Sanktionen und trifft vor allem die
Revolutionsgarden…
Einschüchterung:
Iran
vor dem ersten Jahrestag
Iran vor dem ersten Jahrestag der grünen Revolution ist
bestimmt von Repression. Kurz vor dem 12. Juni versucht das
iranische Regime die Bevölkerung mit neuen Hinrichtungen
einzuschüchtern.
Türkisch-Iranische Kooperation:
Militäroperation in Kurdistan fortgesetzt
Am 07.06. begann das türkische Militär auch in Besta eine neue
großangelegte Operation. Kobra Helikopter bombardieren die
Region, während Skorsky Helikopter Truppen absetzen. Einheiten
der für Entführungen, Folter und extralegale Hinrichtungen
bekannten Todesschwadron „Hançer Timi“ (Dolchteam), ziehen durch
Dörfer in der Region Şırnak und bedrohen die Dorfbevölkerung…
Kurdische Zustände:
Un-Freiheit der Sprache
Während im Iran zahlreiche Kurden und Kurdinnen hingerichtet
wurden, begann in den türkischen und iranischen Gebieten
Kurdistans eine weitere Militäroperation. Wir erinnern an ein
Interview mit Prof. N. Chomsky bei seinem Besuch im kurdischen
Dyyarbakir…
Tschechischer Augenzeuge:
Journalisten als menschlicher Schutzschild auf
Gaza-"Hilfsflotte"
Trotz schlechter Erfahrungen mit den Israelis – im Rückblick
geht Jan Línek davon aus, dass es sich bei der „Hilfsflotte“ um
eine pro-palästinensische Aktion gehandelt habe. Das Ziel sei
nicht so sehr die Überbringung von Hilfsgütern gewesen, sondern
eine Aufhebung der Gaza-Blockade zu beschleunigen...
Bernhard-Henri Lévy:
Es ist an der Zeit, damit aufzuhören, Israel zu dämonisieren
Die Welle der Scheinheiligkeit und Böswilligkeit, die in den
Medien weltweit scheinbar nur auf die Mavi Marmara gewartet hat,
ist in keiner Weise akzeptabel…
Blau-Weiss:
Kauft palästinensische Produkte
Was für einen Aufschrei würde man von israelischen Rechten über
diese Verräter hören…
Israels Wahl:
Frieden machen oder verschwinden
Der Studentenrat der Berkeley-Universität in Kalifornien
verabschiedete kürzlich eine Resolution, die zum Divestment von
Israel aufrief. Prof. Judith Butler, die feministische
Theoretikerin erläuterte dem begeisterten Publikum ihre neue
„jüdische“ Vision, die dazu aufruft, auf den Staat Israel zu
verzichten…
Wieder einmal:
Halleluja, die Welt ist gegen uns!
Eine lokale Fernsehstation berichtete
vor Kurzem von einer Gruppe Israelis, die an
Verschwörungstheorien glauben...
Nach sieben Jahren:
Terror-Opfer gestorben
Sieben Jahre nach einem Selbstmordanschlag auf einen Jerusalemer
Bus ist ein Israeli seinen Verletzungen erlegen. Steve Averbach
wurde am Montagnachmittag bestattet. Der Attentäter, der als
strenggläubiger Jude verkleidet war, hatte sieben Menschen mit
in den Tod gerissen…
An Israeli View:
Critical lessons
In the aftermath of last week’s violent suppression of the Gaza
flotilla, Israel now confronts a number of critical lessons.
Whether and how it deals with them is of far-reaching importance
for the coming months…
A Palestinian View:
Enough
When will the international community make clear that the
situation in this part of the world is too dangerous to allow
the Israeli government to act like a rogue state? The
moment is now...
Innenpolitisches Nachspiel:
Knesset Komitee stimmt für Aufhebung von Soabis Rechten
In einer stürmischen Sitzung stimmte das zuständige Komitee für
eine Empfehlung an die Knesset, die Rechte der arabischen
Abgeordneten Chanin Soabi, die an der Friedensflotille nach Gaza
teilgenommen hatte, aufzuheben. Sieben Mitglieder des Komitees
stimmten dafür, nur ein Abgeordneter von der linken Merez
stimmte dagegen…
Nahe des Gazastreifens:
Marine vereitelt Anschlag
Während die Gaza-Flottille die Schlagzeilen beherrscht, hat ein
mit Taucheranzügen bekleidetes palästinensisches Kommando am
frühen Montag Morgen, vom Wasser aus versucht, einen Anschlag
auszuführen…
Costello, Gorillaz und Co.:
Pixies sagen Israel-Konzert ab
Die US-amerikanische Rockband “Pixies” hat ihr für den kommenden
Mittwoch geplantes Konzert in Israel kurzfristig abgesagt. Als
Erklärung hieß es, es “hat Ereignisse außerhalb unserer
Kontrolle gegeben”…
Angekommen:
"Rachel Corrie" in Aschdod
Im Einverständnis mit der Besatzung haben israelische
Marine-Soldaten die auf den Gaza-Streifen zusteuernde “Rachel
Corrie” betreten. Die Friedens-Aktivisten leisteten keinen
Widerstand, es gab keinerlei gewaltätige Auseinandersetzungen…
Verbleib weiter unklar:
Nächstes Desaster im Anmarsch
Niemand weiß genau, wo die „Rachel Corrie“ steckt. Das irische
Schiff mit weiteren Friedensaktivisten an Bord hält Funkstelle.
Sprecher der „Rachel Corrie“ geben widersprüchliche Angaben aus,
ob in einem türkischen Hafen weitere Aktivisten an Bord gehen
soll oder ob das Schiff noch am Freitag oder erst am Samstag die
Küste vor Gaza erreichen soll. Eine Sprecherin vermutete, dass
die Funkstille des Schiffes die Folge israelischer Sabotage sein
könnte…
Irgendwo im Mittelmeer:
Weiteres Protestschiff auf dem Weg nach Israel
Die "Rachel Corrie", ein weiteres Schiff der „Free Gaza“ Aktion,
hatte von Irland abgelegt und wollte sich ursprünglich den
inzwischen in den Hafen von Aschdod gebrachten
blockadebrechenden Schiffen anschließen. Doch wegen eines
"mysteriösen" Schadens am Ruder des Schiffes, verzögerte sich
die Ankunft der "Rachel Corrie"…
Rollstühle, Spielzeug und eine Million Dollar:
Nachspiel zu den Schießereien auf der Mavi Marmari
„Wir hatten uns auf Friedensaktivisten vorbereitet und wurden
von Terroristen empfangen“, sagte ein israelischer Soldat im
Krankenhaus, nachdem er auf der Mavi Marmara mit Messerstichen
an der Hand und am Bauch verletzt worden war. „Einer ging mit
einer Axt auf einen Soldaten zu, um ihn zu töten“…
Ein Land versucht zu verstehen:
Verwirrte Reaktionen in Israel
Am Tag nach dem Debakel auf hoher See beim Kapern des Schiffes
Mavi Marmara der „Free Gaza“ Aktion herrscht in Israel
Verwirrung, Verärgerung und Unsicherheit über die Stellung des
Landes in der Welt…
Die internationale Freiheitsflotte und das israelische
Militär:
Der Preis der Konfrontation
Israel droht immer stärker in die internationale Isolation zu
geraten. In der Wahrnehmung der öffentlichen Meinung in aller
Welt geht es längst nicht mehr um die Politik des Landes
gegenüber den Palästinensern, sondern auch die israelische
Bevölkerung wird in Haftung genommen, weil sie ihrer Regierung
keinen Einhalt gebieten kann...
Vizeaußenminister Danny Ayalon:
Eine
Armada von Hass und Gewalt konnte gestoppt werden!
Auch Israels stellvertretender Außenminister, Danny Ayalon, hat
sich heute auf einer Pressekonferenz zu der Einnahme der
Gaza-Flottille durch die israelische Marine geäußert…
Verteidigungsminister Ehud Barak:
Israels Soldaten waren in Lebensgefahr
Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich heute auf
einer Pressekonferenz, an der auch Generalstabschef Gabi
Ashkenazi und der Kommandant der israelischen Marine, Eliezer
Marom, teilnahmen, zu der Einnahme der Gaza-Flottille durch die
israelische Marine geäußert…
"Maritimes Blockade Gebiet":
Überfall in internationalen Gewässern
Die israelische Marine hat nach eigenen Angaben die sechs
Schiffe der „Befreit Gaza“-Aktion etwa 70 bis 80 Meilen vor der
Küste gestoppt und geentert, also in internationalen Gewässern.
Nicht nur in der arabischen Welt wird vor Allem das als ein
israelischer Verstoß gegen internationales Recht verurteilt,
neben den sonstigen Beschuldigungen, „unbewaffnete
Friedensaktivisten“ getötet oder verletzt und die Schiffe nicht
nach Gaza durchgelassen zu haben zu haben…
Konfrontation:
Israels Marine und die Gaza-Flottille
Israelische Marineeinheiten haben heute am frühen Morgen sechs
Schiffe abgefangen, die versuchten die Seeblockade des
Gaza-Streifens zu durchbrechen. Dies geschah nach zahlreichen
Warnungen Israels und der israelischen Marine vor der Aktion.
Die israelische Marine rief die Schiffe dazu auf, ihren Kurs in
Richtung Ashdod zu ändern, wo sie ihre Hilfsladungen entladen
könnten, die dann nach Sicherheitsprüfungen über Land weiter
transportiert werden würden…
Deutsche Reisewarnung für Altstadt Jerusalem: Im
Zusammenhang mit den Ereignissen der letzten Nacht können in
Gebieten mit arabischer Bevölkerung Demonstrationen, unter
Umständen auch Unruhen, sowie Maßnahmen der israelischen
Sicherheitskräfte nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem
Hintergrund rät die Botschaft dazu, die Altstadt von Jerusalem
und deren direkte Umgebung zu meiden. Sofern Sie auf Besuche
nicht verzichten können oder wollen, sollten Sie ortskundig sein
und Besucher nicht ohne ortskundige Begleitung die Altstadt
besuchen lassen. Menschenansammlungen sollten Sie meiden und im
Zweifelsfall bei unübersichtlichen Situationen in jedem Fall
umkehren. Auf die fortlaufend aktualisierten Sicherheitshinweise
des Auswärtigen Amts in Berlin wird hingewiesen.
Die Folgen:
Israels Debakel
„Israel steht die schlimmste politische und diplomatische Krise
seiner Geschichte bevor“, meinte Oded Granot, ein prominenter
Fernsehkommentator. Das Debakel war vorherzusehen und die
sogenannten Friedensaktivisten von „Befreit Gaza“ hatten mit
Hilfe der Türkei, Griechenlands und anderer Länder alles darauf
angelegt, Israel ins offene (politische) Messer rennen zu
lassen…
Provokation:
Die
Schiffe nach Gaza
Hintergrundinformationen zur “Flotte nach Gaza” und Israels
offizielle Position: Die erste Mitteilung der IDF finden Sie
vorerst in englischer Sprache, ebenso wie ein Video der IDF, das
zeigt, wie eine Warnung an die Flotte gerichtet wird…
Free Gaza:
Wer
steht hinter der Flottille nach Gaza?
Während die Organisatoren der Flottille sich selbst als
Menschenrechtsverfechter darstellen, deren einziges Ziel die
Unterstützung der Menschen in Gaza ist, offenbart ein neuer
Bericht die Kooperation der Gruppen mit radikalen
Menschenrechtsverletzern…
IHH:
Wer sind die Gaza-Humanisten?
Die Stürmung der Hilfsflotte für Gaza durch die israelische
Armee sorgte für weltweite Empörung. Im ZDF erklärt Bernhard
Lichte, wer die Aktivisten sind, woher sie kommen und welche
Absichten sie haben...
"Befreit Gaza"-Aktion:
"Massaker" an Blockadebrechern
Mehr als fünfzehn Tote unter den propalästinensischen Aktivisten
auf der aus sechs Schiffen bestehenden Flotte von
Blockadebrechern, dutzende Verletzte, darunter auch fünf
israelische Marinesoldaten. Stunden nach dem Überfall auf die
Schiffe gegen fünf Uhr Morgens herrscht immer noch Unklarheit
über die Vorgänge. Die internationalen Blockadebrecher befanden
sich auf dem Weg zum Gazastreifen…
Stellungnahme des israelischen
Außenministeriums
Wer
Gaza helfen will, muss mit Israel kooperieren
Schiffe, die ihren Weg nach Gaza
erzwingen wollen, helfen den Menschen dort in keiner Weise. Die
existierenden Übergänge an Land sind mehr als ausreichend, ihren
Bedarf zu decken…
Aufmerksamkeit auf die Blockade:
Der "Gaza Freiheitsmarsch" steckt fest
Der Versuch, mit einer Flotte von acht Schiffen, mit 800
„Friedensaktivisten“ an Bord, die israelische Seeblockade des
Gazastreifens zu durchbrechen, ist ins Stocken geraten…
Passage erlaubt:
Humanitäre Hilfe für Gaza
Auch mit Blick auf eine geplante
Hilfslieferung internationaler Aktivisten, die die Seeblockade
von Gaza durchbrechen möchte, um auf eine angebliche Notlage der
Bevölkerung hinzuweisen, betont das israelische Außenministerium
in einer Pressemeldung, dass zahlreiche internationale
Hilfsorgansisationen ihre humanitären Leistungen über die von
Israel zur Verfügung gestellten Wege nutzen können...
Rinder-Stroganoff und Creme-Spinat-Suppe:
Israels Propagandaministerium macht Witze
In einer offiziellen Pressemitteilung versendete das Presseamt
der israelischen Regierung eine offizielle Empfehlung an alle
Auslandskorrespondenten, unbedingt den „Roots Club und
Restaurant“ in Gaza zu besuchen…
Jerusalem:
Abiturfeier wegen Kopftuchstreit abgesagt
In der traditionsreichen deutsch-katholischen Schmidtschule im
arabischen Ostteil Jerusalems musste wegen Drohungen aus
muslimischen Kreisen infolge eines Kopftuch-Streits die
Abiturfeier kurzfristig abgesagt werden…
Luba Eljaw, einer der Gründer der israelischen Arbeitspartei,
starb heute (31-05-2010) im Alter von 89 Jahren in Tel Aviv. Der
prominente Gegner des Siedlungsbaus, war einer der wenigen noch
Lebenden aus der Generation der Gründer Israels.
Bis zuletzt hielt er an den Idealen der israelischen Linken und
der Friedensbewegung fest und forderte ein Ende der Besatzung
und eine Auflösung der Siedlungen.
Mai 2010:
Hinrichtungen im Iran
Şîrîn Elemhulî, die zusammen mit 4 anderen kurdischen Gefangenen
im Iran hingerichtet wurde, schrieb kurz vor ihrer Ermordung:
„Sie wollten, dass ich leugne, Kurdin zu sein. Sie boten mir
eine Zusammenarbeit an. Sie sagten, dass sie die Hinrichtung
widerrufen, sollte ich zustimmen. Aber ich habe abgelehnt.“…
Alan Dershowitz:
Obama ist für Israel besser als Bush!
Prof. Alan Dershowitz, Jura-Professor in Harvard, ist einer der
bekanntesten Fürsprecher Israels. Auf deutsch liegt z. B. sein
“Plädoyer für Israel” vor, in dem er u.a. einige Thesen des
Sprachwissenschaftlers Prof. Noam Chomsky angreift…
Ein wahrer Freund:
Israel sollte Obama danken
Wenn Israel ein wirkliches Friedenslager hätte, wenn die
schweigende Mehrheit ihr Schweigen gebrochen hätte, wenn mehr
Israelis sich mit der Situation als Kollektiv befassen würden
und nicht nur als Individuen, die sich nach den nächsten Ferien
oder dem nächsten Auto sehnen, dann wäre der Rabin-Platz mit
Demonstranten voll gewesen…
Ultra-Orthodoxie und Friedensprozess:
Religion steht über Nationalismus
Die neuesten Umfragen zeigen, dass in zwanzig Jahren mindestens
jeder vierte jüdische Israeli, der ultra-orthodoxen Minderheit
angehören wird. Wird sich dieser Zuwachs auf den
arabisch-israelischen Konflikt auswirken? Die derzeitigen Eliten
scheinen dieser bedeutenden Entwicklung wenig Aufmerksamkeit zu
schenken…
The Arab-Israeli conflict:
Was denken die Ultra-Orthodoxen?
The latest polls show that in 20 years the
Ultra-Orthodox minority will constitute at least 25 percent of
the Jewish-Israeli population. What will the implications of
this increase be on the Arab-Israeli conflict? Current leaders
do not give this question much thought…
Elbit Systems:
Deutsche Bank boykottiert israelischen Rüstungskonzern
“Die Deutsche Bank ist raus und hat keine Beteiligung an Elbit
Systems.” Das erklärte Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender
der Deutschen Bank am Freitag. Noch vor zwei Wochen hatte
Ackermann die Aktien des größten israelischen Rüstungskonzerns
empfohlen…
Samstag in Oslo:
Harel Skaat im Finale der Eurovision
Es ist geschafft. Die Aufregung war dem 28jährigen Harel Skaat,
der Israel in diesem Jahr in der Eurovision vertritt, deutlich
anzumerken. Dennoch konnte er das Publikum überzeugen und zieht
ins Finale ein. Am Samstag Abend heißt es also wieder mitzittern
und vor allem abstimmen…
Israels Beitrag zur Eurovision 2010:
Jetzt abstimmen!
Harel Skaat mit “Milim” (Wörter) im Halbfinale in Oslo…
Hadera:
Große Entsalzungsanlage eröffnet
Unter Beisein von Israels Präsident Shimon Peres ist am Sonntag
eine große neue Entsalzungsanlage an Israels Mittelmeerküste
nahe Hadera eingeweiht worden. Als eine der weltweit größten
ihrer Art wird sie dazu beitragen, Israels chronischem
Süßwassermangel abzuhelfen…
Amira Hass:
Auf Augenhöhe
Es ist die Journalistin Amira Hass,
die für die liberale israelische Tageszeitung »Ha’aretz«
schreibt. Als sie 1991 nach dem Golfkrieg als einzige Jüdin nach
Gaza zog, um von dort aus zu berichten, wohnte sie die ersten
Tage bei mir. Ich hatte zu jenem Zeitpunkt bereits ein Jahr als
Pressesprecherin der UN im Gazastreifen gearbeitet…
Lotty Camerman:
Leben in 'Palästina'
Am Ende der Straße taucht ein weißer Pkw auf und fährt direkt
auf uns zu. Einige Hundert Meter vor der Straßensperre stoppt
er. Der Fahrer wendet und winkt uns zu. Hanan lässt den Motor an
und versichert sich über das Mobiltelefon, dass das Handzeichen
uns gilt…
Zum Haare raufen:
Mit Fundamentalisten diskutieren
Argumentieren ist eine fundamentale Tätigkeit des Menschen: Er
versucht, mit den Mitteln der Sprache seine Mitmenschen für
seine Position, seine Thesen, zu gewinnen. Manchmal gelingt das,
oft misslingt es; aber selbst in Fällen, wo der Misserfolg von
vorneherein abzusehen ist und die historische Erfahrung die
argumentierende Auseinandersetzung als hoffnungslos erscheinen
lässt – in den großen ideologischen oder religiösen
Kontroversen, finden sich immer wieder Versuche dazu. Hinweise
auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen ist, sozusagen…
Veranstaltungstipp:
Vor den Hohen Feiertagen gab es ein Flüstern und Rascheln im
Haus
Sound / Installations – Exhibition by Esther Dischereit,
Goethe-Institute Jerusalem…
Fremder Feind, so nah:
Begegnungen
mit Palästinensern und Israelis
Im Fokus ihrer Berichte steht das, was Bar-On als das
"Spannungsdreieck" – Palästinenser, Juden/Israelis, Deutsche –
bezeichnet hatte. Mit ihrem intellektuellen und beruflichen
Hintergrund begab sich Alexandra Senfft auf den Weg nach Israel,
in die Besetzten Gebiete, nach London und Berlin, um mit
Menschen zu sprechen, die sich für eine Verständigung mit dem
feindlichen Gegenüber einsetzen...
Der Film:
Der Traum vom Gelobten Land
Zum 150. Geburtstag von Theodor Herzl folgt eine
Spiel-Dokumentation den Spuren des Begründers des politischen
Zionismus und Geburtshelfers des Staates Israel und fragt, was
aus seinem Traum vom Gelobten Land geworden ist...
video...
Israel Schochat:
Einer der ersten zionistischen Pioniere
In der sehr gemischten Gesellschaft in der Kanzlei des Polizeiministers
gab es glücklicherweise während der ersten Jahre meiner Dienste
(1952–1958) in der Gefängnisverwaltung einen ganz besonderen Mann, der
auf den Minister (Anm. Shitrit) einen starken und guten Einfluß hatte
und der mir immer zur Seite stand, wenn die Nichtsnutze in des Ministers
Büro ihre Intrigen gegen mich und meine Reform-Maßnahmen sponnen. Dieser
besondere Mann, Israel Schochat, befand sich auf Wunsch Ben-Gurions als
Berater des Ministers in seiner Kanzlei…
Zvi Hermon:
Göttinger Rabbiner reformiert das israelische Gefängniswesen
Das Buch gibt Einblick in die Suche nach Identität und Quellen einer
Persönlichkeit fließen, sowie nach den Kräften, die ihn haben
Seelsorger, Fürsorger, Kriminologe, Gefängnisreformer werden lassen. Er
beschreibt sein Leben, seine Tätigkeit und die Gedanken und Gefühle, die
ihn bewegten, als er die verschiedenen Phasen seiner nun schon fast 55
Jahre langen Berufsbahn durchlief…
Image und Politik:
Israel und die Welt
Bei einer Konferenz in Mainz geht es auch um Deutsche und
Europäische Perspektiven im Nahen Osten...
Chomsky und Co.:
Grenzenlose Dummheit
Vier Stunden lang soll der 81-jährige
amerikanische Linguistik-Professor Noam Chomsky an der
Allenby-Brücke, an der Grenze zwischen Jordanien und Israel,
festgehalten, verhört und schließlich ohne Begründung
zurückgewiesen worden sein. Das zuständige Militär habe vom
Innenministerium ein Veto gegen Chomskys Einreise erhalten. Der
Zwischenfall machte weltweite Schlagzeilen, auch in deutschen
Medien...
Hemdsärmlige Argumentation:
Wir
sind kein Volk!
Der israelische Historiker Shlomo Sand kritisiert
jüdisch-nationale Mythen und behauptet, dass die Juden kein Volk
seien. Seine Gedanken findet er ungeheuer provokant…
Reise durch die Mauer:
Meine
Begegnungen mit Palästinensern und Israelis
»Genug geredet. Es ist Zeit, zu handeln«, schrieb Gideon Levy im
September 2008. »Nach 15 Jahren Verhandlungen und endlosen
Friedensplänen ist nichts ungesagt oder undiskutiert geblieben«,
so der israelische Journalist. Zu viel wertvolle Zeit sei von
Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA)
verschwendet worden: »Die Besatzung und der palästinensische
Terror sind unterdessen immer gnadenloser und brutaler
geworden.«…
Ballistik:
Welche Rakete steckt wo?
Auflistung zum Stand der ballistischen Raketen-forschung und
Ausrüstung:
missilethreat.com…
Sieben Weltwunder:
Wählen Sie das Tote Meer!
Das Tote Meer, niedrigster Punkt der Erdoberfläche und eine der
beliebtesten Touristenattraktionen Israels, ist einer der 28
Finalisten der „Neuen Sieben Weltwunder der Natur“ (“New 7
Wonders of Nature“), einem internationalen Onlinewettbewerb, der
sieben Wunder der Natur bestimmen soll. Um es auf die endgültige
Auswahlliste zu schaffen, musste sich dieser einzigartige Ort
gegen etwa 440 Konkurrenten aus 220 Ländern durchsetzen…
Wir erinnern:
Kleine Israel-Chronik Mai
Im Mai 2010 jährte sich eine Reihe wichtiger Ereignisse, die
nicht dem allgemeinen Vergessen anheim fallen sollten…
Herbeireden und abwiegeln:
Kriegsstimmung in Nahost
"Im Sommer gibt es wieder Krieg." Das wurde in
den letzten Wochen vor Allem in Syrien wiederholt. Die arabische
Presse, darunter das ägyptische Regierungsblatt Al Ahrom
spekuliert ganz offen darüber. Die amerikanische Außenministerin
Hillary Clinton erklärte, dass der Beschluss des syrischen
Präsidenten, die Hisbollah-Miliz im Libanon mit Raketen
auszustatten, zu Krieg führen könnte…
Lieberman und die Tschetschenen:
Oh wie schön ist Panama!
Den russischen Aufruf, die internationale
Staatengemeinschaft solle die Hamas an den Verhandlungen zum
Friedensprozess beteiligen, bezeichnete Israels Außenminister
Avigdor Lieberman als Fehler. Man müsse in Moskau begreifen,
dass die “Hamas wie die Tschetschenen” sei…
Türkisch-brasilianisches Irangeschäft:
Chance oder Lula da Silvas Profilneurose?
Im Westen ist man wenig beeindruckt vom Kompromissvorschlag, wie
ihn die Türkei, Brasilien und der Iran vorschlagen. Der
türkische Außenminister, Ahmet Davutoglu, hatte in Teheran
bekannt gegeben, der Iran, die Türkei und Brasilien hätten eine
Übereinkunft über den Austausch von Uran erzielt…
Herrschaft:
Wie ein Flugzeug ohne Pilot
Amira Hass warnt vor der Illusion, die
Besatzungs- und Besiedlungsrealität könne einfach per Beschluss
eines Baustopps beendet werden. Sie meint, dass selbst wenn kein
einziges jüdisches Haus in den besetzen Gebieten mehr gebaut
werden sollte, der riesige Herrschaftsapparat noch über Jaher
hinaus weiterbestehen wird. Ministerpräsident Benyamin Netanyahu
nimmt sie vor ungerechtfertigter Kritik in Schutz. Die Politik
der Besatzung gehe auch ohne seine Beteiligung weiter, wie ein
riesiges Flugzeug ohne einen Piloten…
J-Call:
Sogar Israels größte Anhänger werden ungeduldig
Zum Glück haben wir lang genug gelebt. Seit 2000 Jahren – oder
mindestens seit 43 Jahren – erwarten wir diese Stimme aus der
Höhe, aber sie zögerte. Keiner kann die 3600 jüdischen
Intellektuellen, die einen Brief unterzeichnet haben, der heute
dem EU-Parlament vorgelegt wird und der Israel aufrufen soll,
mit dem Bau (von Siedlungen) in der Westbank und in Jerusalem
aufzuhören, als Israelhasser anklagen. Keiner kann den
französisch-jüdischen Philosophen Bernard-Henri Levy oder Alain
Finkielkraut als selbst-hassende Juden bezeichnen…
Zeichen der Solidarität:
Israel ehrt "Aktion Sühnezeichen"
Am Sonntag ehrte das israelische
Sozialministerium im Jerusalem-Theater die fast 50-jährige
Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in Israel.
Mehr als 1500 deutsche Volontäre haben seit 1961 mit ASF ihren
Dienst in Israel geleistet. Jährlich kommen rund 30 junge und
ältere deutsche Freiwillige für ein Jahr zu Projekten mit
Holocaust-Überlebenden, behinderten Menschen, und Kindern aus
sozial benachteiligten Familien und in Gedenkstätten wie Yad
Vashem…
"An Kirche und Moschee habe ich nur noch viele gute
Erinnerungen":
Eine
ziemlich untypische Mischung
Korey Bronson sitzt in frisch gebügelter Uniform auf einer
Holzbank in der Bet-Vagan Jugendherberge in Jerusalem und wartet
auf den Marschbefehl zum Präsidentenpalais. Er ist einer von 120
Soldaten, die für ihre Verdienste von Staatspräsident Schimon
Peres ausgezeichnet werden sollen…
US-Kongress:
Obama beantragt Unterstützung für israelische Raketenabwehr
US-Präsident Barack Obama hat den Kongress gebeten, zur
Unterstützung eines israelischen Raketenabwehrsystem 210
Millionen Dollar zu bewilligen…
Israels Rendezvous mit der Geschichte:
Staatsgründung - Ja oder Nein?
In der
letzten Woche vor Auslaufen des britischen Mandats toben fast
überall in Palästina Kämpfe zwischen Juden und Arabern. Zwar behalten die
Juden die Oberhand, doch droht die
Invasion der Armeen arabischer Nachbarstaaten, falls die Juden einen
eigenen Staat gründen...
Warnung:
Israels Tyrannei der Mehrheit ist gefährlich
Die einzige Demokratie im Nahen Osten
ist vielleicht einzigartig, aber es ist zweifelhaft, ob sie real
ist. Ergebnisse einer Umfrage, die in Haaretz veröffentlich
wurden, reflektieren, was seit langer Zeit bekannt war: eine
Kombination von Ignoranz, ein grundlegender Mangel an
Verständnis und eine faschistische Stimmung. Ein übler und
gefährlicher Wind bläst in Richtung der Regierung, die von einem
Kollaps bedroht ist…
Umdenken:
Hass
säen und Tod ernten
Mein Name ist Rami Elhanan. Vor 13 Jahren, am Nachmittag des
Donnerstags am 4. September 1997 verlor ich bei einem
Selbstmordattentat in der Ben-Yehuda-Straße in Jerusalem meine
Tochter Samadar. Ein bildhübsches 14jähriges Mädchen…
Iran:
Fünf
Menschen heimlich hingerichtet, 27 andere warten auf den Galgen
Die plötzliche Hinrichtung von fünf iranischen politischen
Gefangenen am 9. Mai 2010 scheint für eine Politik der Regierung
zu sprechen, die sich auf politisch motivierte Hinrichtungen
verlässt, um ihre Position gegenüber der Oppositions mittels
Terror und Einschüchterung zu stärken…
Sarid:
Der
wirkliche Skandal hinter der Anat Kam-Affäre
Lasst den, der ohne Sünde ist, den ersten Stein werfen. Wenn
einer unter Euch ist – Minister, Knessetmitglieder, Generäle,
ranghohe Beamte – der nie ein Staatsgeheimnis preisgegeben hat,
der werfe den 1. Stein. Und lasst den Journalisten, der nie im
Besitz von vertraulich zu behandelnden Dokumenten war und sich
zurückhielt, sie zu veröffentlichen, weiter Steine auf seine
Kollegen werfen…
Mubarak:
Die Zeitbombe Ägypten tickt
Die führende Nation der arabischen
Welt ist zur politischen und kulturellen Stauzone geworden – und
das ist nicht gut…
Jerusalem:
Der Freund
Die Siedler von Pisgat Zeev, die Eindringlinge von Sheik Jarrah,
die Leute, die Silvan begehren, die Eindringlinge, die ins
Muslimviertel wollen, und Sie Bürgermeister der
nationalistischen Stadt, Nir Barkat, brauchen sich keine Sogen
mehr zu machen: Ganz Jerusalem gehört Ihnen – und zwar für
immer…
Mein Hebräerland:
Die europäischen Wurzeln Israels
Deutsches Kulturforum in Tel Aviv, Vorträge, Konzerte und
Theaterstücke beim XVII. Else Lasker-Schüler-Forum vom 4. – 10.
Juli 2010 in Tel Aviv…
Vorstellung:
Bilder von Jerusalem
Eher banale Bilder aus einer Stadt von der es soviele
überwältigende Vorstellungen gibt – und die gerade
deshalb so umkämpft und so wenig umworben ist…
POSITIONEN, VORSCHLÄGE, DISKUSSIONEN:
Jerusalem 2010
Was bereits erreicht wurde, schon zum Greifen nah war - und
wieder verschwand, und wieder auftaucht...
12. Mai:
Jerusalemtag
Der Jerusalemtag (28. Ijar/12.5.10) ist ein nationaler Feiertag
in Israel. Der Tag erinnert an die israelische Befreiung der
Stadt im Sechs-Tage-Krieg 1967. Israel feiert am 12. Mai 2010
mit dem “Jerusalemtag”, die Öffnung der Stadt für alle
Religionen…
Ungewisse Zukunft:
Jerusalem 1947
Im Schatten von Kampf und Terror: 1947 wird das Leben in
Jerusalem immer schwieriger. Es ist ein Jahr des Kampfes gegen
die Mandatsmacht und der britischen Restriktionen. Im Dezember,
nach dem UN-Votum zugunsten der Gründung eines judischen und
eines arabischen Staates, entbrennen zusätzlich neue
arabisch-jüdische Kämpfe, die 1948 in einen landesweiten Krieg
münden... |
Humus Humus:
Schon wieder Krieg in Nahost
Bei diesem jüngsten nahöstlichen
Schlagabtausch gab es keine menschlichen Verluste, wenn man von
Bauchschmerzen und erheblichen Blähungen mal absieht. Bei diesem
mit allem Ernst ausgetragenen Krieg geht um die nationale Ehre
der Libanesen und um das nationale Kulturerbe der Juden...
Zum 32. Mitglied erkoren:
Israel
ist OECD-Mitglied
„Herzlichen Glückwunsch. Das ist ein historischer Tag. Israel
wurde als aufgeklärter moderner Staat mit einer starken
Wirtschaft anerkannt.“ Das sagte am Montag von China aus der
israelische Finanzminister Juval Steinitz in einem
Rundfunkinterview...
Avi Primors neues Buch:
Eine
reale Utopie
Radikal ist der Vorschlag von Avi Primor. Er fordert, dass
europäische Soldaten Israels Schutz vor Kämpfern aus Palästina
gewährleisten. Der erfahrene Diplomat zählt vor allem auf
osteuropäische (und sogar türkische) Truppen, denn die
Westeuropäer würden kneifen, vermutet er. Aber die EU solle die
Führung übernehmen, allen voran Deutschland und Frankreich…
| 45 Jahre Deutsch-Israelische
Beziehungen
Am 12. Mai 1965 nahmen der Staat
Israel und die Bundesrepublik Deutschland diplomatische
Beziehungen auf
Deutschland-Israel:
Die besonderen Beziehungen
Die gegenseitige Wahrnehmung, d.h. wie
Israelis Deutschland und wie Deutsche Israel sehen, ist
noch immer sehr komplex und jeder kennt die bestehende
Sensibilität und Spannung vor dem Hintergrund der
Vergangenheit. Hinzu kam in den vergangenen Jahren eine
weitere Herausforderung: die Verschlechterung der
gegenseitigen Wahrnehmung vor dem Hintergrund der
Entwicklungen im Nahen Osten...
Zeittafel I:
Von 1948 bis 2005
Zeittafel II:
Von 1965 bis heute
Persönliche Erinnerungen:
Deutsch-israelische Beziehungen
1965 nahmen die Bundesrepublik
und Israel diplomatische Beziehungen auf. Ich war 15
Jahre alt und besuchte als einziger Deutscher eine
Schule für Diplomatenkinder in Sèvres bei Paris...
Niels Hansen:
Deutschlands Botschafter in Israel
Am 7. November wird der
frühere deutsche Botschafter in Israel, Niels Hansen, 80
Jahre alt. Der Jubilar gehörte von 1952 bis 1989 dem
auswärtigen Dienst an...
Vier Jahre Botschafter in Israel:
Für einen Deutschen prägende Jahre
Die gesicherte Existenz
Israels – Teil der deutschen Staatsraison...
Diplomaten-Veteran:
Gespräch mit Motti Levy
Motti Levy ist der Veteran unter den israelischen
Diplomaten: ganze 17 Jahre hat er in unterschiedlichen
Funktionen in Deutschland gedient...
12. Mai 1965:
Prominente Stimmen
Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen
zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland vor
vierzig Jahren, am 12. Mai 1965, nur zwanzig Jahre nach
dem Ende des Holocaust, stößt auch in Israel auf großes
öffentliches Interesse...
Rückblick:
Die Anfänge des deutsch-israelischen Jugendaustauschs
Die Bemühungen um Kontakte zwischen der Jugend der zwei
Länder sind für deren Beziehungen zweifellos besonders
bedeutungsvoll. Die Anstöße zu diesem für beide Seiten
so erfreulichen und nützlichen Werk und seine
Entwicklung sollen hier kurz dargestellt werden...
Städtepartnerschaften:
Pfeiler zum Brückenbau
Städtepartnerschaften sind ein Ergebnis der Stimmung,
die sich nach dem Zweiten Weltkrieg herausbildete. Nun
dachte man daran, daß Menschen sich die Hand reichen
sollen über Grenzen und nationale Verschiedenheiten
hinaus. Kriegsmüde, wollte man jetzt gegenseitiges
Entgegenkommen verbreiten und damit eine Bürgschaft für
Frieden schaffen...
Israel und Deutschland:
Gedanken zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit
Wissenschaftler beider Länder haben in den letzten
dreieinhalb Jahrzehnten eine feste Brücke gemeinsamer
Interessen und persönlicher Verbindungen gebaut. Doch
wissen auch sie, daß dies nur einen, wenn auch einen
wichtigen Teil im Beziehungsgeflecht der beiden Länder
ausmacht, das nun einmal vom Gewicht der Geschichte
belastet ist...
Deutsch-israelische
Beziehungen:
Die Jeckes als Seismografen
Das ferne Land, so nah -
Die aus Deutschland geflohenen Juden prägen und lieben
die neue Heimat, und können die alte doch nicht
abstreifen...
Emigranten der dreißiger Jahre:
"Kommst du aus Überzeugung oder aus Deutschland?"
Die Worte, die Hans Sahl 1973 in dem
Gedicht "Die Letzten" genervt wie mahnend niederschrieb,
bilden den Titel eines von Anne Betten und Miryam
Du-nour herausgegebenen Buches. Es lässt
deutschsprachige Juden zu Wort kommen, die in den
dreißiger und vierziger Jahren des vergangenen
Jahrhunderts nach Palästina bzw. in den 1948 gegründeten
Staat Israel auswanderten...
Deutsch-Israelische Beziehungen:
Klassentreffen nach 67 Jahren
"Ich kann mich ja gar nicht mehr
an mich selbst erinnern", rief eine ältere Dame, als sie
versuchte, sich auf einem Foto der ersten Klasse in den
dreißiger Jahren zu identifizieren... |
haKinereth:
Das
Meer von Galiläa
In der aktuellen Folge des KKL-Magazins Neuland findet sich ein
Bericht aus dem Galil. Insbesondere vom galiläischem Meer, dem
Jam Kinereth, wie der größte Frischwassersee in Israel genannt
wird…
Widgets:
Google kauft israelisches Start-Up-Unternehmen
Der US-amerikanische Internetdienstleistungsgigant Google hat
erstmals ein israelisches Unternehmen erworben. Dabei handelt es
sich um Lab Pixies, eine Start-Up-Firma, die Widgets wie Spiele,
Übersetzungsprogramme, Taschenrechner und Kalender für
personalisierte Internetplattformen entwickelt…
Eine Fantasie:
Widerspruch zu Mearsheimers Pessimismus
Auch wenn er mit dessen Schlussfolgerungen nicht übereinstimmt,
empfiehlt Uri Avnery jedem Israeli, der über die Zukunft seines
Staates nachdenkt, sich mit einer Analyse von Professor John
Mearsheimer auseinander zusetzen. Mearsheimer hatte gerade in
einem Vortrag in Washington DC, die Überlebenschancen Israels
analysiert…
Die Siedlerbewegung:
Fundamentalismus in Israel
Als Israel im Krieg von 1967 das Westjordanland und damit auch
die dortigen biblischen Stätten erobert hatte, sah sich eine
Gruppe junger Zionisten in ihrer messianischen Deutung des
zionistischen Projekts bestätigt. Noch im selben Jahr begannen
erste Aktivistengruppen mit der Besiedlung von Kfar Etzion und
Hebron. Diese beiden Siedlungen bildeten jedoch lediglich den
Auftakt der bis heute anhaltenden Besiedlung der besetzten
Gebiete. Laut Verlagsmitteilung liegt mit dieser Arbeit
erstmalig eine umfassende wissenschaftlich fundierte Darstellung
vor…
50 Jahre danach:
Eichmann-Entführer erinnern sich
Am 11. Mai 1960 wurde der Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann
von israelischen Agenten in Argentinien entführt und
anschließend nach Israel gebracht, wo er zwei Jahre später nach
einem Aufsehen erregenden Gerichtsprozess hingerichtet wurde…
Im Namen des Zionismus:
Herzl hat Geburtstag
Israel ist eine zionistischer Staat
und jeder weiß das. Schließlich gibt es keinen (jüdischen)
Politiker in Israel, der eine Gelegenheit versäumt, dies zu
wiederholen. Als wir den 62. Unabhängigkeitstag feierten, wurden
wir mit patriotischen Reden überschwemmt. Jeder unserer Ciceros
erklärte – ausnahmslos – sein totales Engagement gegenüber dem
Zionismus…
14. Mai 1948 - Israel
hat Geburtstag:
Ansichtskarten aus Jerusalem
Wie wäre es mit einem
netten Gruss...
Totes Meer:
Jede Menge Gesundheit
Das Tote Meer, auch als Salzmeer (Jam haMelach) bekannt, heißt
so, weil es aufgrund des 30 prozentigen Salz- und Mineralgehalts
keine Lebewesen enthält. Auch die phänomenale Tragkraft des
Wassers rührt von seinem Salzgehalt her. Richtiges Schwimmen ist
nicht möglich. Dafür können Nichtschwimmer ohne jegliche
Anstrengung an der Oberfläche treiben...
Indikationen:
Therapie am Toten Meer
Das Tote Meer ist ein Binnensee, der gegenüber dem Meeresspiegel einen
Tiefenunterschied von ca. 408 Metern hat. Wegen seiner tiefen Lage weist
die Luft am Toten Meer die höchste Sauerstoffkonzentration der Welt auf...
Hauptsache gesund:
Klimatherapie am Toten Meer
Seit Jahrtausenden gilt das Tote Meer als Quell von Gesundheit
und Schönheit. Am tiefsten Punkt der Erdoberfläche, 400m unter dem
Meeresspiegel, lindern in weltweit einmaliger Zusammensetzung besondere
natürliche Kräfte der Natur die verschiedensten Erkrankungen…
Wirtschaft:
Tevas Durchmarsch geht
weiter
Der israelische Pharma-Gigant hat im ersten
Quartal von 2010 abermals alle Erwartungen übertroffen und Rekordeinnahmen
eingestrichen. So konnte der Generika-Marktführer im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum ein Ertragswachstum von 16% verzeichnen und Einnahmen von
umgerechnet knapp zwei Milliarden Euro für sich verbuchen…
| Zum 150. Geburtstag Theodor Herzls
Biografie:
Theodor Herzl (1860-1904)
Theodor Herzl wurde 1860 in Budapest
geboren. Seine Familie lebte nicht mehr traditionell,
sondern "religiös aufgeklärt", assimilierte sich jedoch
nicht an die magyarische Mehrheit, sondern pflegte eine
weltbürgerlich deutsche Kultur...
Theodor Herzl:
Selbstbiographie
Ich bin 1860 in Budapest geboren, nahe der Synagoge in
der mich der Rabbi jüngst mit den strengsten Worten
anklagte, weil ich — wirklich und wahrhaftig — weil ich
für die Juden mehr Ehre und Freiheit, als sie
gegenwärtig genießen, zu erlangen versuche. Aber an der
Vordertür des Hauses in der Tabakgasse, wo ich das Licht
der Welt erblickte, wird nach zwanzig Jahren ein Zettel
mit der Anzeige "Zu vermieten" zu lesen sein...
Choseh haMedinah:
Herzls Bild in Israel heute
Benjamin Seev Herzl, wie der "Prophet des Staates" in
Israel ausschließlich genannt wird, ist zweifelsohne
eines der wichtigsten Symbole des Staates. Sein Bild
wachte über der Unabhängigkeitserklärung durch David
Ben-Gurion, sein Grab auf dem nach ihm benannten Hügel
in Jerusalem wurde zu einem der bedeutendsten Orte der
Identifikation des jungen Staates und dient auch heute
noch als Kulisse bei den Feierlichkeiten des
Unabhängigkeitstages. Jedes Kind kennt ihn und seinen
Ausspruch "Im tirzu, ejn so agada", "Wenn ihr wollt ist
es kein Märchen"...
Basel, 29. August 1897:
Eröffnungsrede zum ersten Kongreß
Wir wollen den Grundstein legen zu dem Haus, das
dereinst die jüdische Nation beherbergen wird. Die Sache
ist so groß, daß wir nur in den einfachsten Worten von
ihr sprechen sollen. Soweit es sich jetzt schon
beurteilen läßt, wird in diesen drei Tagen eine
Übersicht über den gegenwärtigen Stand der Judenfrage
geliefert werden. Der gewaltige Stoff gliedert sich
unter der Hand unserer Referenten...
Ben-Ami:
Erinnerungen an Theodor Herzl
Die Erinnerungen des russischen Schriftstellers
Mordechai Rabinowicz, genannt Ben Ami (Ein Sohn meines
Volkes), an den ersten Zionistenkongress in Basel gehört
zu den eindrucksvollsten Schilderungen eines
Zeitzeugens. Sie machen die Bedeutung Herzls vor allem
für die Juden in Osteuropa deutlich. Der Text erschien
in der Gedenknummer der "Welt" zu Herzls zehntem
Todestag...
Widerstand gegen den Zionismus:
Protestrabbiner
Das neueste in der Judenbewegung sind die
Protestrabbiner. Max Nordau hat diesen Typus bereits mit
einem Wort gebrandmarkt, das bleiben wird: Es sind die
Leute, die im sicheren Boot sitzen und den Ertrinkenden,
die sich an den Bootrand klammern möchten, mit dem Ruder
auf die Köpfe schlagen...
Herzls Antwort:
Mauschel
Mauschel ist Antizionist. Wir kennen ihn schon lange,
und es hat uns auch immer der Ekel gehoben, wenn wir ihn
ansahen, wenn uns das Leben in seine Nähe oder gar in
Berührung mit ihm brachte. Aber zu dem Ekel, den wir vor
ihm empfanden, gesellte sich bisher immer Mitleid...
Rückkehr zum Judentum:
Die Menorah
Es war ein Mann, der hatte die Not ein Jude zu sein,
tief in seiner Seele empfunden. Seine äußeren Umstände
waren nicht unbefriedigend. Er hatte sein genügendes
Auskommen und auch einen glücklichen Beruf, indem er das
schaffen durfte, wozu ihm sein Herz hinzog. Er war
nämlich ein Künstler. Um seine jüdische Herkunft und den
Glauben seiner Väter hatte er sich schon lange nicht
mehr gekümmert, als der alte Hass unter einem modischen
Schlagworte sich wieder zeigte...
27. Oktober 1898 - 5. November 1898:
Tagebucheintragungen zur Reise nach Palästina
Bekommen wir jemals Jerusalem, und kann ich zu der Zeit
noch etwas bewirken, so würde ich es zunächst reinigen.
Alles, was nicht Heiligtum ist, ließe ich räumen, würde
Arbeiterwohnungen außerhalb der Stadt errichten, die
Schmutznester leeren, niederreißen, die nicht heiligen
Trümmer verbrennen und die Bazare anderswohin verlegen.
Dann unter möglichster Beibehaltung des alten Baustils
eine komfortable, ventilierte, kanalisierte neue Stadt
um die Heiligtümer herum errichten...
"Lieber Daade":
Letzte Briefe an David Wolffsohn
"Ich gebrauche hier die Herz-Kur. Meine
Mutter weiß nichts davon, glaubt, ich sei nur zum
Ausruhen hier. Machet keine Dummheiten, während ich tot
bin"...
Der
Judenstaat
Versuch
einer modernen Lösung der Judenfrage
[Deutsches
Original]
Vorrede
Einleitung
Allgemeiner Teil
Die Jewish Company
Ortsgruppen
Society of Jews und Judenstaat
Schlußwort
[Hebräische
Übersetzung]
Erschienen im Jahre 1896,
von Theodor Herzl, Doktor der Rechte
Berlin und Wien, M. Breitenstein's Verlags-Buchhandlung,
Wien, IX
Altneuland
[Erstes
Buch - Ein gebildeter und
verzweifelter junger Mann] [Zweites
Buch -
Haifa
1923]
[Drittes
Buch - Das blühende Land] [Viertes
Buch - Pesach] [Fünftes
Buch - Jerusalem]
Im Jahre
1902, zwei Jahre vor seinem viel zu frühen Tod, sorgte
Theodor (Binjamin S'ew) Herzl mit dem Erscheinen eines "utopischen
Romans" für eine Überraschung. In der Einleitung
schrieb er "Wenn
ihr wollt, ist es kein Märchen". Schon wenige
Monate später erschien das Buch auch auf hebräisch. Der
Titel: "Tel-Awiw". |
Doppelmoral:
"Der
Galgen ist gerechte Abschreckung"
Im vergangenen Sommer hat der südafrikanische Richter Richard
Goldstone im Auftrag der UNO-Menschenrechtskommission einen
Report über Israels angebliche Kriegsverbrechen während des
Gazakriegs veröffentlicht. Der Report hat dem Ansehen Israels
erheblichen Schaden beigefügt. Jetzt haben israelische Reporter
aufgedeckt, dass Goldstone unter dem Apartheidregime mindestens
28 Todesurteile ausgesprochen hat und bis heute zu seinen
Urteilen steht…
Juden im Iran:
Erziehung über die Hintertür
Die jüdische Gemeinde Irans tritt
antisemitischen Vorurteilen jeglicher Art vehement entgegen, sei
es durch offene Briefe an Zeitungsredaktionen, die staatliche
Rundfunkbehörde, den Justizminister oder eben an den
Präsidenten. In wichtigen Fällen werden die Beschwerdebriefe
jüdischer Funktionäre in der Gemeindezeitung nachgedruckt…
Totes Meer:
Jede Menge Gesundheit
Das Tote Meer, auch als Salzmeer (Jam haMelach) bekannt, heißt
so, weil es aufgrund des 30 prozentigen Salz- und Mineralgehalts
keine Lebewesen enthält. Auch die phänomenale Tragkraft des
Wassers rührt von seinem Salzgehalt her. Richtiges Schwimmen ist
nicht möglich. Dafür können Nichtschwimmer ohne jegliche
Anstrengung an der Oberfläche treiben...
Bewusstsein:
Israelis sorgen sich um die Umwelt - auch in Afrika
Die überwältigende Mehrheit der israelischen Bevölkerung kümmert
sich um Umweltfragen. Laut einer vom Umweltschutzministerium
veröffentlichten Umfrage halten sich ganze 98% der Israelis an
ökologische Vorgaben wie das Recycling; 95% halten grüne Themen
für wichtig…
Sanktionsspektakel:
Drei Optionen für den Iran
Die mit Abstand beste Option wäre ein Sieg der iranischen
Freiheitsbewegung – wobei völlig offen ist, ob und wann es dazu
ohne massive Hilfe von außen kommen wird. Scharfe Sanktionen
widersprechen dem Kampf der Freiheitsbewegung nicht, sondern
könnten sogar eine wichtige Unterstützung sein...
Neuanfang:
Annäherungsgespräche Netanjahu-Abbas
Als gäbe es kein Telefon, sogar zum Ortstarif,
und zahllose direkte Kontakte, sogar auf höchster Ebene, sollen
am Mittwoch sogenannte „Annäherungsgespräche“ zwischen Israels
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem palästinensischen
Präsidenten Mahmoud Abbas beginnen. Der amerikanische
Nahost-Vermittler, George Mitchell, will in der Nacht zum
Dienstag in Israel landen und dann zwischen Jerusalem und
Ramallah pendeln…
Iran, Hisbollah, Hamas:
Das Dreigespann des Terrors
Das Weiße Haus Obamas hat Annäherungsgespräche
zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde an
die Spitze seiner Nahostpolitik gestellt, wobei es glaubt,
erfolgreiche Verhandlungen würden zu einem positiven
Dominoeffekt im Rest der Region führen…
Rabbi Mosche Hirsch:
Arafats “Berater für Judenfragen” gestorben
Der selbsternannte "Außenminister" der
radikal-antizionistischen jüdischen Sekte Neturei Karta (Wächter
der Stadt) und ehemalige "Minister für Judenfragen" im Kabinett
Jassir Arafats ist in Jerusalem im Alter von 86 Jahren
gestorben. Er wurde wenige Stunden später am Sonntag begraben...
Atombombe:
Werden die gemäßigten arabischen Staaten den Iran stoppen?
Die Manöver, die der Iran diese Woche im Persischen Golf
veranstaltet hat, sind nicht lediglich Manöver; sie sind Teil
der passiven Verteidigungsaufstellung des Iran. So hat
beispielsweise die Marine der Revolutionswächter Minen gegen
Schiffe gelegt, Schiffsbombardierungen geprobt…
USA - Israel:
Ein Weckruf aus Jerusalem
Israels jüngste Ankündigung, 1.600 neue Wohnungen in
Ost-Jerusalem zu bauen, war nicht nur ein Schlag ins Gesicht des
Vizepräsidenten Joe Biden. Es war vielmehr ein Weckruf an uns
alle: Die immer gleichen Handlungs- und Verhandlungsweisen
bringen uns nicht näher an die Lösung des Konfliktes. Nun
behindern oder hemmen sie womöglich die vom US-Sondergesandten
Mitchell angekündigten indirekten Gespräche…
Israel und Palästina:
Heuchelei und Hetze auf beiden Seiten
The incitement issue is rife with hypocrisy on both sides. It is
exaggerated by both Israelis and Palestinians so as to excuse
their refusal to negotiate and to “score points”, particularly
with the international community. While the latter should be
tough on incitement, it should not permit that issue to
obfuscate the need for immediate progress toward a solution in
more pragmatic spheres of the conflict…
Gegenseitiger Respekt und Humor:
Alltag im
Gelobten Land
Ulrich W. Sahm, als Nahost-Korrespondent Zeitungslesern und
Fernsehzuschauern, sowie den Lesern von haGalil in Deutschland,
Österreich und der Schweiz bekannt, berichtet seit 1970 in Bild
und Text aus Jerusalem. Nun ist bei Vandenhoeck & Ruprecht ein
Buch von ihm erschienen, bei dem der Leser tief in den
israelischen Alltag blicken kann…
Aufstachelung:
Incitement is the continued denial of freedom to Palestinians
A few lessons later and our guests are politely educated about
the true nature of Palestinian textbooks, what they really say
and not simply what right-wing Israeli settler organizations (who
have managed to convince members of the US Congress, including
Secretary of State Hillary Clinton) claim that Palestinian
textbooks say…
Petition to High Court:
Outpost to be Authorized as a New Settlement
In 2001 the outpost of Derech Ha’avot was established upon the
lands of the Palestinian village Alkhadr, near Bethlehem. Today
there are 35 families living in the outpost with some 180
settlers…
Heuchelei und Hetze:
Stop
Palestinian denial of Jewish peoplehood
The debate over incitement may seem sterile. Distinctions can be
made between naming schools and summer camps after suicide
bombers, as Palestinian leaders do, and Israeli leaders speaking
about Arabs in a disparaging, even violent way. But these
distinctions often sound like debating points that have little
relevance to the practical pursuit of peace…
Messer-Stecher:
Mit Jerusalem-Syndrom in die Grabeskirche
Die Messerattacke in der Jerusalemer
Grabeskirche am Freitag Abend gegen 21:00 Uhr hat offenbar
Timothy Borniel, 41, aus Irland, durchgeführt…
Kriegsszenario:
Ein
schwelender Vulkan
Wird im Sommer ein Krieg ausbrechen? In Israel
möchte man noch immer glauben, dass die die Ordnung im Nahen
Osten stabilisierenden Kräfte stärker sind als die sie
destabilisierenden. Man glaubt an die Abschreckung, wie sie im
Norden und im Süden im zweiten Libanonkrieg und in der Operation
„Gegossenes Blei“ erzielt worden ist…
The Israeli-Palestinian conflict:
A
new approach
Although the clash between the US and Israeli governments about
the Israeli government’s planned housing expansion in east
Jerusalem may be abating, the resolution of the
Israeli-Palestinian conflict is no closer…
A good idea:
An
“Obama Plan” for the Middle East
The Washington Post reported last week that the Obama
administration is considering abandoning its support for
indirect Israeli-Palestinian negotiations in favour of direct
negotiations based on a plan the United States would lay on the
table…
Mischehu baBajith?
What is left of the Zionist Left
If the Zionist Left still exists, it finds itself today in a
quandary which may yet define the future of the State of Israel.
It must ask itself several questions: what role can it play in
solving the existential problems facing the country?…
Trialog in Yad Vashem:
Völkerverständigung, mal ganz anders
Nicht nur Siedlungen und Grenzfragen stehen einem Frieden in
Nahost im Weg. Entscheidender ist die gegenseitige Wahrnehmung
von Israelis und Palästinensern, mangelndes Wissen übereinander
und eine Weigerung, die Traumata und Empfindungen der jeweils
anderen Seite zu sehen und zu respektieren…
Eine dramatische Geschichte mehrfach verkreuzter Beziehungen:
Ein Buch wie Honig
Ein poetisches Buch der Autorin Zeina B. Ghandour aus einer für
uns anderen Welt – Palästina. Es beschreibt die offenen Wunden
in der arabischen Gesellschaft und versucht gleichzeitig den
Schmerz durch seine Poesie zu lindern…
Israel:
IDF geht zu weit
Eine neue Militärorder wird diese Woche in Kraft treten und
die israelische Armee bevollmächtigen, Zehntausende von
Palästinensern aus der Westbank zu deportieren und sie wegen
Verstoß gegen die Einreisebestimmungen zu belangen – was
langjährige Gefängnisstrafen zur Folge haben kann...
Zahlen, Zahlen:
Israels Bevölkerung nach 62 Jahren
Zwei Tage vor dem diesjährigen Unabhängigkeitstag
belief sich Israels Bevölkerung auf 7 587 000 Einwohner. Wie das
Zentralamt für Statistik mitteilte, waren davon 5 726 000
(75,7%) Juden und 1 548 000 (20.4%) Araber. 313 000 Menschen
(4.1%) sind keiner dieser Bevölkerungsgruppen zuzurechnen…
Süß und saftig:
Die letzten Orangen
Die letzten Orangen im April 2010, süß und voller Saft…
Ben Zeev:
Grusswort zum Unabhängigkeitstag
Am 20. April 2010 feiert Israel zum 62. Mal seinen
Unabhängigkeitstag – Yom Ha’atzmaut. Aus diesem Anlaß spricht
der israelische Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, ein
Grußwort…
Grußworte:
Zum
62. Unabhängigkeitstag
Am Dienstag, den 20. April, feiert der Staat Israel seinen 62.
Unabhängigkeitstag. Dieses Jahr stehen die Feierlichkeiten ganz im Zeichen
Theodor Herzls. Der Vater des politischen Zionismus hat am 2. Mai 150.
Geburtstag…
Nicht Reden - Handeln!
Visionen und
Wirklichkeit
Vom Buch der Bücher zum Volk des Buches, zu Herzls Vision und der Gründung des
Staates Israel...
Palästina / Erez Israel:
Das Land zwischen Jordan und Mittelmeer
Die Schlüsselstellung Palästinas (gemeint als geographische Bezeichnung im
Sinne von Erez Israel) im vorderen Orient ist für die Geschichte des Landes von
größter Bedeutung. Das Land zwischen Jordan und Mittelmeer war immer der Platz,
wo die Kämpfe zwischen den Mächten im Zweistromland und im Niltal ausgetragen
wurden...
Die Unabhängigkeit des Staates Israel:
Der Weg zum
14. Mai 1948
In der letzten Woche vor Auslaufen des britischen Mandats toben fast überall
in Palästina Kämpfe zwischen Juden und Arabern. Zwar behalten die Juden die
Oberhand, doch droht die Invasion der Armeen arabischer Nachbarstaaten,
falls die Juden einen eigenen Staat gründen...
Zur Erinnerung:
Rede von David Ben-Gurion aus dem Jahre 1948
Ansprache an die Nation am Shabbat, 15. Mai
1948...
Zum Unabhängigkeitstag:
"Songs we loved to hear"
Die meisten der Schlager gehen auf die vorstaatliche Zeit
zurück. Die Texte handeln von Immigration, Aufbau des jüdischen Staates
- und natürlich von der Liebe...
Theodor Herzl
(Benjamin S'ew
Herzl):
Der Judenstaat
Versuch einer modernen Lösung
der Judenfrage
[Deutsches
Original] [Hebräische
Übersetzung]
Vorrede
Einleitung
Allgemeiner Teil
Die Jewish Company
Ortsgruppen
Society of Jews und
Judenstaat
Schlußwort
Erschienen im Jahre 1896, von Theodor Herzl,
Doktor der Rechte, Berlin und Wien, M. Breitenstein's
Verlags-Buchhandlung, Wien, IX...
Theodor Herzl
(Benjamin S'ew
Herzl):
Altneuland
Der utopische Roman
[Erstes
Buch - Ein gebildeter und verzweifelter junger
Mann] [Zweites
Buch - Haifa 1923]
[Drittes
Buch - Das blühende Land] [Viertes
Buch - Pesach] [Fünftes
Buch - Jerusalem]
Im Jahre 1902, zwei Jahre vor
seinem viel zu frühen Tod, sorgte Theodor (Binjamin S'ew) Herzl mit dem
Erscheinen eines "utopischen
Romans" für eine Überraschung. In der Einleitung schrieb er "Wenn
ihr wollt, ist es kein Märchen". Schon wenige Monate später
erschien das Buch auch auf hebräisch. Der Titel: "Tel-Awiw"...
   
Gedanken zum Unabhängigkeitstag:
Müssen
wir schon "raus"? - Und wohin?
Oder können wir noch bleiben? - Und wie lange?...
Ein Text von Theodor Herzl, vertont von Aviv
Livnat...
Pack die Badehose ein:
Badesaison
eröffnet
In ganz Israel eröffnet am heutigen Donnerstag die
Badesaison. Gute Nachrichten dazu veröffentlichte in dieser Woche das
Umweltministerium. Demnach hat sich die Wasserqualität gegenüber den Vorjahren
ständig verbessert. Dennoch müsse in diesem Bereich noch mehr getan werden…
"Wir wollen das erste Treffen unserer provisorischen Regierung
eröffnen":
Dokumente über erste Regierungssitzung 1948
Anlässlich des am heutigen Montagabend
beginnenden Unabhängigkeitstages hat Israels Regierung seltene
Dokumente veröffentlicht, die über die erste Sitzung der ersten
israelischen Regierung 1948 berichten. Das Treffen fand damals
am 16. Mai in Tel Aviv statt, zwei Tage nach der Staatsgründung…
"Im Staate Israel wird währenddessen jeder Straßenverkehr
ruhen":
Jom haSikaron
19. April 2010, 11 Uhr, Tel Aviv, Blick auf Derech Namir von der
Brücke des Yarkon Park Richtung Norden...
"HaBanot Nechama":
Trost aus
Israel
Ein Interview mit Dana Adini…
Jom haSikharon:
Erinnern zu Atmen
Texte und Bilder zum Jom haSikharon,
dem Gedenktag für die Gefallenen und die Opfer des Terrors...
Für die Negev-Brigade vor den
Toren Be'er Shevas:
Dani Karavans Monument
Der Wunsch, den in Israels Kriegen Gefallenen ein bleibendes
Andenken in Form eines Mahnmales zu schaffen, gab der
israelischen Bildhauerei seit den 60er Jahren einen neuen
Impuls...
Jom haSikaron:
Für immer Junggeblieben
Das Bild bleibt erschütternd und unvergeßlich. Ich habe es
dreimal im Fernsehen gesehen, und meine Augen werden immer
wieder feucht...
Militärfriedhof Har Herzl:
Jerusalem im Mai
Ich versuche, die Beerdigung von Edron
Amar zu beschreiben. Edron war einer der sechs Soldaten, die
nach der Aktion im Viertel Zeytoun von Gazastadt starben...
Savyon Liebrecht:
Dianas Sohn
Ihr mit roter Farbe einbalsamiertes Haar in ein altes Handtuch
gewickelt, stand sie in der Küche vor dem Pirouetten drehenden
Mixer und sah hin und wieder auf die Uhr, um zu prüfen...
Zurück im Leben:
"Entweder du leidest, oder du wächst" Verbranntes Haar, verbrannte Haut. Bis heute geht Lea Saban der Geruch nicht
aus der Nase. Mit 18 Jahren wurde das Fotomodell von einer Autobombe schwer
verletzt...
Shai Unger, 14 Jahre:
Alpträume machen ihm
keine Sorgen Mit welchen Folgen muss man im
Leben eines Jungen rechnen, der bei einem Terroranschlag schwer verletzt
wurde, in welchem zwei seiner besten Freunde getötet wurden, und dem man 100%
Invalidität bescheinigt...
Ein normales Leben:
Angst, nach
Jerusalem zu kommen In Jerusalem herrschte Alarmstufe Eins. Mindestens vier
Selbstmordattentäter waren unterwegs. Wie viele der 300 Hochzeitsgäste werden
absagen? Viele, fürchtete Yael...
Jetzt anmelden für August 2010:
Workshop
Israelische und Jüdische Kunst
Galilee International Management Institute (GIMI) und Ein Harod Art Museum,
Israel, haben gemeinsam ein 8-tägiges Seminar zum Thema israelische und jüdische
Kunst entwickelt. Das Programm richtet sich an Wissenschaftler und
Museumsangestellte sowie Absolventen der Kunstgeschichte oder verwandter
Studienfächer, die sich für die aktuellen Trends sowie die Geschichte der
israelischen und jüdischen Kunst interessieren…
Islamisierung des Antisemitismus 13:
Djihad gegen Juden
Auch außerhalb der arabischsprachigen Welt spielte das
Verhältnis zu Israel immer wieder eine Rolle im Verhältnis islamischer Staaten
zu den jüdischen Minderheiten. In der Türkei hat sich durch die enge
Zusammenarbeit mit Israel, die nach dem Eintritt der Türkei in die Nato 1952
begann und nach dem Militärputsch 1980 intensiviert wurde, auch die Lage der
jüdischen Bevölkerungsgruppe deutlich verbessert...
Militärerlass:
Ethnische Säuberung im Westjordanland?
Tausenden Palästinensern droht die Ausweisung aus dem Westjordanland. Der
palästinensische Ministerpräsident Salam Fayad redet gar von Zehntausenden, die
israelische Soldaten ausweisen könnten. Das Ziel dieser „ethnischen Säuberung“
sei es, weiteres Land zu rauben…
המטה ללוחמה בטרור:
ישראלים – צאו מסיני!
אזהרת המטה ללוחמה בטרור מבוססת על מידע מודיעיני קונקרטי הצופה
פעולת טרור מיידית, לחטיפת ישראלי בסיני. ישראלים השוהים באזור
מתבקשים לעזוב את המקום לאלתר ולשוב לישראל...
Dringende Terrorwarnung:
Aufruf an alle Israelis
-
Verlasst den Sinai, sofort!
Befürchtet werden u.a. Geiselnahmen und Verschleppung in den
Gaza-Streifen. Bitte informieren Sie Ihnen bekannte Personen,
die sich momentan im Sinai befinden...
Air Berlin:
Für
99 Euro von Berlin nach Israel
Zu den zwei bestehenden Tel Aviv-Flügen nach Berlin ist ab März eine dritte
Nonstop-Verbindung zwischen den Städten hinzugekommen. Seit März erreichen Air
Berlin-Passagiere aus Israel die deutschen Städte Köln und München jeweils zwei
Mal in der Woche nonstop ab Tel Aviv. Ab Juni 2010 kommen noch zwei wöchentliche
Flüge von Tel Aviv nach Düsseldorf hinzu. Anschlussflüge gibt es in verschiedene
deutsche Städten...
Shlomo Avineri:
Die
Haltung der Araber in der Shoa
Eine der zentralen Behauptungen der Palästinenser besagt, dass eine fundamentale
Ungerechtigkeit darin besteht, dass sie diejenigen sind, die dem Anschein nach
den Preis für die Verbrechen der Europäer in der Shoa zu zahlen haben…
Projekte vor Ort:
Platzeck in
Jerusalem
Ministerpräsident Matthias Platzeck war am Montag Gast bei der vom legendären
Bürgermeister Teddy Kollek gegründeten „Jerusalem Foundation“. Platzek ist ihr
zweiter Vorsitzender in Deutschland…
Jom haSchoah:
Holocausttag im Zeichen neuer Vernichtungsdrohungen
Israel begeht seinen Holocaustgedenktag im Schatten fast täglicher Drohungen aus
Iran, vernichtet und ausgelöscht zu werden. Gleichzeitig wird eine erhebliche
Zunahme antisemitischer Gewaltakte in aller Welt registriert, mehr als jemals
zuvor seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Und in Israel selbst sterben die letzten
Zeitzeugen, verarmt, krank und mittellos, weil Hilfsgelder und Zuschüsse, etwa
für Medikamente, in dunklen Kanälen versickern…
Download-Tipp:
Israel im
Taschenformat
Erfrischend neutral, mit vielen Informationen und gut
beobachteten Details über die bunte israelische Gesellschaft liefert Gisela
Dachs eine lebendige Kurzfassung der Politik, der Probleme und der inneren
Auseinandersetzungen der Israelis...
Together - We Can:
Obama is pro-Israel...
and pro-Palestinian
US President Barack Obama is pro-Israel, even though
he does not shower Israel with love on a daily basis, as was the case during 16
years of pampering under Clinton and Bush. In addition, the president does not
mutter at every opportunity how deep America’s commitment is to Israel’s
security and qualitative advantage; yet when it comes to all the parameters that
count, Obama is pro-Israel…
USA - Israel:
Heeding
Hillary’s words
Leonard Fein of The Forward, discusses the impact of the recent tensions between
the Obama administration and Netanyahu government on the status of the two state
solution. Fein argues that the Obama administration will find that most American
Jews will support it in its efforts to reach compromise…
Two States:
Independent and interdependent
The latest rift between the United States and Israel,
which began with the Israeli announcement of more construction planned for Ramat
Shlomo – a Jewish-only neighbourhood that would further separate East Jerusalem
from the rest of a future Palestinian state – distracts from the larger, even
more inhumane separation that must be reversed if the Israeli-Palestinian
conflict has any chance of being resolved peacefully. This is the separation
between Israel and Palestine themselves…
Ajami:
Der
Film und der Stadtteil
Ajami ist eher ein Dampfdrucktopf als ein multikultureller
Schmelztiegel: In dem armen, vornehmlich arabischen Viertel in Tel Aviv-Jaffa
leben Muslime, Christen und Juden eng beieinander. Ausbrüche von Gewalt gehören
hier zum Alltag...
Bilanz (2):
Das verflixte zweite Jahr
Bislang hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Amtszeit
unerwartet gut überstanden, allerdings nicht zuletzt, weil er kontroverse
Entscheidungen vermied. Nun wachsen die Probleme…
Bilanz (1):
Netanjahu ein Jahr im Amt
Die Welt stöhnte laut, als vor einem Jahr Benjamin Netanjahu zum zweiten Mal in
Israel die Zügel in die Hand nahm. Mit seinem Rechts-Links-Bündnis mit
Orthodoxen, der ultrarechten Partei seines Außenministers Avigdor Lieberman und
der linkskonservativen Arbeitspartei unter Verteidigungsminister Ehud Barak
verfügt Netanjahu über eine fast unstürzbare Koalition…
Wir erinnern:
Kleine
Israel-Chronik 4
Im April 2010 jährte sich eine Reihe wichtiger Ereignisse,
die nicht dem allgemeinen Vergessen anheim fallen sollten…
Gerichtsentscheid:
Nachrichtensperre aufgehoben
Ein Tel Aviver Richter hat die Nachrichtensperre zu einer
geheimen Spionage- und Hochverratsaffäre aufgehoben, über die in aller Welt
berichtet wurde, während die israelischen Medien einem strikten
Veröffentlichungsverbot unterlagen…
Diskussion um Zensur:
Nachrichtensperre verwirrt Israelis
Die Zeitung Jedijot Achronot erlaubte sich einen seltenen Jux. Auf einer ganzen
Seite gab sie einen übersetzten Agenturbericht wieder, in weiten Teilen jedoch
bis zur Unkenntlichkeit geschwärzt…
Islamisierung des Antisemitismus 12:
Antisemitismus ohne Juden oder Israel als Staat gewordener Jude?
Die Vertreibung der arabischen Jüdinnen und Juden führte nicht zuletzt dazu,
dass heute in den meisten arabischen Staaten keine jüdischen Gemeinden mehr
verblieben sind oder nur noch Reste davon existieren...
Iran:
"Das
Regime ist stets einen Schritt voraus"
“Die Zeit drängt”, warnt Politikwissenschafter und Iran-Experte
Stephan Grigat im Hinblick auf mögliche Sanktionen der internationalen
Gemeinschaft gegen den Iran. Teherans Atomwaffenprogramm sei ausgesprochen
gefährlich und müsse rasch mit scharfen Sanktionen bestraft werden, fordert der
Politologe im Interview…
21. Juni 1812 - 6. April 1875:
Vor 135 Jahren starb Moses Hess
In seinen Zwanzigerjahren fühlte sich Hess durch und durch als
Deutscher und war davon überzeugt, dass sich die Juden assimilieren sollten.
Während der Damaskus Affäre 1840 war er vom Leiden seiner Glaubensgenossen stark
beeinflusst. Doch erst die Vereinigung Italiens, der Aufstieg des Nationalismus
und das Hervortreten des deutschen Antisemitismus brachten Hess zu seinen
jüdischen Wurzeln zurück. 1862 erschien sein Klassiker des Zionismus "Rom und
Jerusalem", in dem er seine Rückkehr zu "seinem" Volk beschreibt...
Islamisierung des Antisemitismus 11:
Das Verschwinden der arabischen Juden und Jüdinnen als Politikum
Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, die Vertreibung
dieser alten jüdischen Gemeinden im Detail nachzuerzählen. Tatsache ist, dass
das Jahr 1948 nicht nur zu einer palästinensischen Massenflucht aus Palästina,
sondern auch zu einer – teilweise zeitlich verzögerten – Massenflucht arabischer
Juden und Jüdinnen nach Palästina bzw. in das neu geschaffene Israel führte...
Zentimetergenaue Planung:
Behinderte Reise nach Israel
Unter dem Motto „Roller und Latscher miteinander auf dem Weg“ reisten zehn
deutsche Rollstuhlfahrer nach Israel. Mit den Begleitern waren es 23 Personen.
„Wir mussten vorher die Türen der Badezimmer ausmessen lassen, damit Rolf oder
Bärbel das Klo benutzen könnten“, sagt Rudi Pahnke vom Berliner Institut Neue
Impulse. Zusammen mit der Bildungsstätte Dialog in Nachscholim hat er diese
Reise „bis zum letzten Zentimeter“ vorbereitet…
Weltweit einzigartig:
Ostern
in Jerusalem
Wer nach London oder New York fliegt, um mit teuren
Theaterkarten die neuesten Aufführungen zu bewundern, in den Vatikan für
besinnliche Gottesdienste reist oder in Äthiopien urchristliche Riten sucht,
sollte zu Ostern nach Jerusalem kommen…
Deganja:
Israels erster
Kibbutz wird 100 Jahre alt
Ohne die Kibbutzbewegung wäre Israel nicht das, was es heute
ist. Das sagte Israels Staatspräsident Schimon Peres am Mittwoch bei der Feier
zum 100-jährigen Bestehen des Kibbutz Deganja Alef am See Genezareth. Während
der Zeremonie wurden außerdem fünf Kibbutzbewohner geehrt, die ebenfalls ihren
100. Geburtstag feierten...
Islamisierung des Antisemitismus 10:
Leugnung der Shoah
Nach der Staatsgründung Israels und der Vertreibung und Flucht eines
Großteils der palästinensischen Bevölkerung aus dem neuen Staat sahen sich viele
Palästinenser als verspätete Opfer des Holocaust. „Der jüdische Staat entstand
nicht in Bayern oder Schleswig-Holstein“, so der palästinensische Linksnationalist Azmi
Bishara. Die israelische Staatsgründung sei die „Wiedergutmachung“ Europas
an den Juden auf dem Rücken der Araber, so eine damals wie heute verbreitete
palästinensische Interpretation...
Schreckensgespenst ohne Schutzmacht:
Netanjahu mit dem Rücken zur Wand
Die Krise zwischen Israel und den USA hat sich bei dem Besuch des israelischen
Ministerpräsidenten in Washington weiter verschärft. Barack Obama nutzt die
Angst der Israelis vor einer iranischen Atombombe, um Benjamin Netanjahu unter
Druck zu setzen...
Persönlicher Exodus:
Seder
für Migranten in Tel Aviv
Knapp 300 Menschen haben am vergangenen Donnerstag an einem
speziellen Seder-Mahl in Tel Aviv teilgenommen. Bei der Veranstaltung unter dem
Motto „Jenseits von Ägypten“ handelte es sich um eine Pessach-Feier für die
Bewohner des Viertels Shapira, bei dem afrikanische Migranten bewirtet wurden,
deren Lebensgeschichte oft an die Situation der Israeliten unter dem Pharao
erinnert… |